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Mülheim. Bei Angriffen auf Polizeibeamte setzten Mülheimer Polizisten am frühen Sonntagmorgen (18. September, 00:25 Uhr) den Mehrzweckstock und einen Diensthund zur Verteidigung ein. Zunächst fuhren die Beamten zur Augustastraße, zwischen der Neustadtstraße und der Schützenstraße. Nach Angaben des Anrufers sollte es dort zu einer Körperverletzung gekommen sein. Während des Einsatzes forderten sie zwei männliche Gäste (18,19) auf, die Maßnahmen nicht zu stören. Erst einem nachdrücklich ausgesprochenen Platzverweis kamen die Beiden schließlich nach. Die vermutlich aggressiven Gesamtumstände veranlassten den Veranstalter, seine Feier im Beisein der Beamten zu beenden.

Als etwa 15-20 Personen zu einer gegenüberliegenden Bushaltestelle gingen, näherten sich erneut die zuvor mit Platzverweisen belegten Männer. Obwohl die Polizisten nur wenige Meter entfernt standen, griffen die beiden Männer und ein noch unbekannter Mittäter die Wartenden an. Eine Beamtin und ihr Kollege trennten die Angreifer. Der 19-jährige Mann widersetzte sich den Anordnungen der Beamtin und schlug mit Fäusten nach ihr. Zunächst konnte sie den Angriff mit ihrem Einsatzstock abwehren. Auch den zur Unterstützung herbeieilenden Kollegen griff er mit Faustschlägen an. Erst durch massiven körperlichen Gewalteinsatz und dem Einsatzstock konnte der Widerstand gebrochen und der Mann am Boden liegend fixiert werden.

Den Tumult nutzte sein 18-jähriger Mittäter, der gezwungenermaßen unbeobachtet, nun körperlich in das Geschehen eingreifen wollte. Selbst dem eingetroffenen Diensthundeführer und seinem vierbeinigen Kollegen zollte er keine Beachtung. Entschlossen packte der Hund zu und beendete sofort den Angriff des 18-Jährigen. Seine Wunden mussten später im Krankenhaus behandelt werden. Unter wüsten Beschimpfungen und weiteren Angriffen transportierten Polizisten den aggressiven 19-jährigen Komplizen in das Essener Polizeigewahrsam. Auch die Verletzungen eines Beamten wurde ihm Krankenhaus ambulant versorgt. Die Männer erwartet nun ein Strafverfahren, u.a. wegen Körperverletzung, Beleidigung, Sachbeschädigung und Widerstand gegen Polizeibeamte./Peke (ots)

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