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Moers/Neukirchen-Vluyn/Wesel. Ein respektvoller Umgang ist die Grundlage für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Um die gegenseitige Achtung und die Wertschätzung füreinander zu fördern, initiierte die nordrheinwestfälische Landesregierung vom 14.-18. November 2016 die „Woche des Respekts“. Im Rahmen dieser Aktionswoche besuchte der Landtagsabgeordnete Ibrahim Yetim die Polizei in Neukirchen-Vluyn, die Feuerwehr in Moers und die Anne-Frank-Gesamtschule in Rheinkamp sowie sein Fraktionskollege Norbert Meesters am vergangenen Freitag die Lehrrettungswache der Johanniter Unfallhilfe in Wesel.

Die Johanniter haben diese Aktion der Landesregierung unterstützt und Norbert Meesters zum Kennenlernen ihrer Arbeit eingeladen: “Ich habe mich sehr gerne für einen Besuch bei den ‚Helden des Alltags‘ entschieden. Der deutsche Rettungsdienst gehört zu den besten der Welt. Durch modernste Technik und gute Ausbildung können die Rettungsdienste uns im Notfall bestens versorgen. Es war eine spannende Erfahrung, die Abläufe in der Lehrrettungswache zu beobachten. Und es bedeutet mir sehr viel, den zahlreichen Menschen, die in unserer Gesellschaft Gutes tun, Respekt zu erweisen. Eine Gesellschaft kann nur zusammenhalten, wenn sie anständig und respektvoll miteinander umgeht. Deshalb ziehe ich vor all jenen meinen Hut, die alltäglich mit Mut und Zivilcourage für unser Wohl und unsere Gesellschaft einstehen!“

Die Lehrrettungswache Wesel liegt zwischen den beiden Krankenhäusern MarienHospital und Evangelisches Krankenhaus. Auftraggeber sind die Stadt Wesel für den Krankentransport und der Kreis Wesel für den Rettungsdienst. Zurzeit sind zwei Krankenwagen im Tagesdienst, ein Notarzteinsatzfahrzeug für den zweiten Notarzt und ein 24-Stunden Rettungswagen an der Wache stationiert. Insgesamt sind an der Wache 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. 

In den Gesprächen mit den Polizeibeamten und Rettungskräften wurde Ibrahim Yetim deutlich, dass in den letzten 10 bis 15 Jahren eine Veränderung spürbar geworden ist. Der Umgangston gegenüber den Einsatzkräften ist respektloser geworden. Zudem ist die Hemmschwelle für Beleidigungen oder Gewalt gesunken. „Eine härtere Bestrafung für solche Taten ist aus meiner Sicht notwendig. Die Bundesratsinitiative der NRW-Landesregierung begrüße ich daher ausdrücklich“, so Yetim. Darüber hinaus ist der SPD-Abgeordnete der Ansicht, dass eine größere Wertschätzung für die Menschen, die Sicherheit gewährleisten und im Notfall helfen, unabdingbar ist. 

Nach dem Austausch mit Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern an der Anne-Frank-Gesamtschule betont Yetim die Bedeutung der sozialen Medien: „Wir alle müssen lernen, wie wir uns in der digitalen Lebenswelt verhalten. Die Schule ist sicherlich ein Ort, an dem junge Menschen, Regeln dafür kennenlernen sollten. Dafür müssen wir Lehrkräfte qualifizieren und die Schulen entsprechend ausstatten.“  

In allen Gesprächen wurde auch deutlich, dass die Vermittlung eines respektvollen Umgangs Aufgabe des Elternhaus ist. Für den sehr offenen Austausch bedankt sich Ibrahim Yetim bei allen Beteiligten. Aus den vielen Eindrücken und Anregungen plant er entsprechende Initiativen in den jeweiligen Politikfeldern anzustoßen. 

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