Einen eigenen Roboter bauen oder neue Technik ausprobieren können Jugendliche bei „Jugend hackt“ am Sonntag, 1. Oktober, von 10 bis 17 Uhr (Foto: Paul Olfermann)
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Moers. Zukunft mitgestalten: Einen eigenen Roboter bauen, die Umwelt smarter machen, mit einem Rover ferne Welten erkunden oder einfach neue Technik ausprobieren können Jugendliche bei „Jugend hackt“ am Sonntag, 1. Oktober, von 10 bis 17 Uhr im Bollwerk 107. Die Stadt Moers und das Jugendkulturzentrum laden zum Hackday für junge Menschen ein. „Jugend hackt“ ist ein Programm zur Förderung des Programmiernachwuchses im deutschsprachigen Raum: Unter dem Motto „Mit Code die Welt verbessern“ tüfteln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam mithilfe von Open Data an Prototypen, digitalen Werkzeugen und Konzepten für ihre Vision einer besseren Gesellschaft. Zur Vorbereitung können Interessierte bereits am Dienstag, 26. September, an dem Workshop „Your future home“ von 15 bis 19 Uhr im Wohnzimmer der vhs (Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrum, Wilhelm-Schroeder-Straße 10) teilnehmen. Einsteiger und Fortgeschrittene können ihr Haus der Zukunft nach ihren eigenen Vorstellungen mit Technik smarter, witziger und schöner machen. Dabei nutzen sie von Basteltechniken bis zur Programmierung von Mikrocontrollern eine große Bandbreite an Tools und Möglichkeiten. Unabhängig von Vorkenntnissen können hier eigene Ideen umsetzen. Beide Veranstaltungen sind kostenlos und für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren konzipiert.

Aktiv werden statt passiv konsumieren
Dass das Konzept aufgeht, hat sich bereits bei der ersten Veranstaltung im Jugendzentrum Zoff Mitte September gezeigt. Rund 20 Kids zwischen 10 und 18 Jahren haben z.B. begeistert Roboter mit einer einfachen Programmiersprache dazu gebracht, ein Labyrinth zu durchfahren und dabei Aufgaben zu lösen. „Für mich ist es ganz wichtig, Jugendliche in der vom rasanten digitalen Wandel geprägten Zeit an die Themen Coding und Technik heranzuführen. ‚Jugend hackt‘ bietet dabei einen spannenden Ansatz”, freut sich Claus Arndt, Open Data-Experte der Stadt Moers. Gregor Polzin, Kultur-Referent beim Bollwerk 107, empfindet den Hackday als Bereicherung der kulturellen Landschaft: „Das Bollwerk 107 ist nicht nur ein Ort für Konzerte, Lesungen und andere Kulturformate, sondern auch ein Ort des kulturellen „Aktivwerdens“. Der Hackday bietet Jugendlichen die Möglichkeit, Computer und die digitale Welt kreativ, technisch und künstlerisch zu erforschen und nicht nur passiv zu konsumieren. Digitalisierung bedeutet nicht nur Snapchat und Whatsapp, sondern mit teilweise einfachen Möglichkeiten auch eigenes, kreatives Schaffen.“

Infobox:
Jugend hackt geht zurück auf ein bundesweites Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen aus Pädagogik, IT und vielen weiteren Fachgebieten, das seit 2013 Jugend-Hackathons mit starker ethischer und gesellschaftlicher Kompetenz entwickelt und durchführt. Weitere Informationen und Anmeldungen: https://jugendhackt.org/hello-world

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