Bürgermeister Harald Lenßen und die Agendabeauftragte Marion May-Hacker (Foto: privat)
Anzeige

Neukirchen-Vluyn. Fairer Anbau, fairer Handel und faire Arbeitsbedingungen für Erzeuger in aller Welt sind Themen, die zwar in aller Munde sind, die bei der Kaufentscheidung am Supermarktregal aber immer noch selten eine Rolle spielen.

Die Stadt Neukirchen-Vluyn hat sich daher bereits vor drei Jahren auf den Weg gemacht, die Bedingungen für die Auszeichnung „Fairtrade-Stadt“ des internationalen Vereins Transfair zu erfüllen. So wurden örtliche Gastronomen gewonnen, mindestens zwei fair gehandelte Produkte in ihr Angebot aufzunehmen. Bei den Sitzungen des Stadtrats und der politischen Ausschüsse wird bereits seit 1999 Fairtrade Kaffee getrunken.

2015 war es dann soweit: Neukirchen-Vluyn wurde „Fairtrade-Stadt“. Doch daraufhin die Hände in den Schoss zu legen und stolz mit der neuen Auszeichnung zu werben, ist nicht möglich und auch nicht gewollt. Denn das Bestreben, fairen Handel zu unterstützen, muss nachhaltig bestehen, um „FairtradeStadt“ zu bleiben. Ein Beispiel dieses Bestrebens ist die aktuell noch bis zum 29. September stattfindende „Faire Woche“. Mehrere Neukirchen-Vluyner Einzelhändler und Gastronomen beteiligen sich mit speziellen Aktionen an der bundesweit stattfindenden Themenwoche. Am vergangenen Wochenende stellten sie ihre Angebote beim Erntedankfest im Dorf Neukirchen vor.

Und dabei gab es auch Grund zu feiern: Denn kurz zuvor ging im Rathaus eine wichtige Urkunde ein. Neukirchen-Vluyn darf sich zwei weitere Jahre lang „Fairtrade-Stadt“ nennen. Die Bemühungen der Stadt und aller Beteiligten wurden damit belohnt. Einzelhändler, Gastronomen und andere Organisationen in Neukirchen-Vluyn, die sich für das Thema fairer Handel einsetzen möchten, können sich auch weiterhin an die Agendabeauftragte der Stadt, Marion May-Hacker, wenden.

Beitrag drucken
Anzeigen