Frank Schamp vom DRK erklärte den Kindern, wie die Wasseraufbereitungsanlage aus Schmutzwasser Trinkwasser macht – und nicht nur die Kids hörten beim Maus-Türöffnertag interessiert zu (Foto: DRK Kreisverband Krefeld)
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Krefeld. „Es waren mehr Kinder mit ihren Eltern gekommen, als sich angemeldet hatten, und sie haben sich sehr für die sechs Stationen interessiert“ – Sabine Hilcker, die Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbandes Krefeld, ist mehr als zufrieden mit dem ersten „Maus-Türöffnertag“ des DRK in Krefeld.

Fast 100 Kinder im Alter von etwa sechs bis etwa zwölf Jahren waren mit ihren Eltern in den Burchartz-Hof in Bockum gekommen und hatten sechs Stationen zum Mitmachen durchlaufen. Spannend war es für die Kinder, die Ausstattung eines Rettungswagen zu besichtigen oder ihr mitgebrachtes Stofftier von den Kindern im Jugendrotkreuz fachmännisch verbinden lassen. Spannend war für alle aber auch die Technik in der Arbeit der Hilfsorganisation: Die Krefelder Rotkreuzler erklärten den jungen Besuchern, wie wichtig Wasser für die Menschen ist und zeigten ihnen, wie Schmutzwasser so gereinigt werden kann, dass es sauber und trinkbar ist.

Wichtig war es, den Kindern über die Anschauung das Rettungswesen im Notfall zu erklären: An der dritten Station konnten sie einen Rucksack mit Notgepäck selber packen – unter dem Motto: Was brauche ich, falls mal länger der Strom ausfällt, z. B bei einer Flutkatastrophe…

Auch das Wunde-Schminken und der Verband an der eigenen Hand oder am Kopf waren für die Kinder spannend.

Lecker und anschaulich war die Station des „Betreuungsanhängers“, der eigentlich eingesetzt wird, wenn viele Menschen im Notfall auf einer freien Fläche ohne Strom oder Wasserzugang versorgt werden müssen: Die Kids lernten, wie sie den „Hockerkocher“ verwenden und konnten direkt im Kochtopf Popcorn herstellen und natürlich mitnehmen. An der letzten Station stellte sich ein tierischer Rotkreuzler vor: Shadow, ein ehemaliger Rettungshund, der jetzt „nur noch“ als Besuchs- und Therapiehund arbeitet. Die Kinder lernten, wie Tiere die menschliche Such- und Rettungsarbeit zum Beispiel bei Erdbeben unterstützen können. Außerdem ging es darum, wie Hunde zum Beispiel eine Beziehung zu älteren und kranken Menschen aufbauen, um sie aus ihrer Zurückgezogenheit hervor zu holen.

„Wichtig war es auch, den Kindern zu erklären, wofür das Rote Kreuz steht und warum wir alle unsere Aktivitäten unter die sieben Grundsätze des Roten Kreuzes stellen“, so Sabine Hilcker.

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