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Düsseldorf. “Wir können nicht leise! Aber dafür ziemlich viel …” so lautet der Titel des Imagefilms der Freiwilligen Feuerwehr Düsseldorf, mit dem potenzielle Nachwuchskräfte angesprochen werden soll. Das kreative und launige Werk aus dem Rheinland entwickelte sich im Netz schnell zum Hit – und landete nun im bundesweiten Vergleich mit 183 anderen Beiträgen beim Award “Goldener Florian” ganz vorn: Am Montagabend, 27. Mai, konnten so die Feuerwehr-Filmemacher die Auszeichnung für den 2. Platz in Ulm entgegennehmen. Im Rahmen einer Festveranstaltung überreichte Feuerwehr-Magazin-Chefredakteur Jan-Erik Hegemann den Düsseldorfer Feuerwehrleuten neben einem “Goldenen Florian” auch einen Scheck über 1.000 Euro. Den 1. Platz in der Kategorie Mitgliederfindung/Image belegte die Feuerwehr aus Bad Segeberg (Schleswig-Holstein) mit dem Beitrag “Kindheitsträume”. Besonderheit: Dieses Video war in Kooperation mit Studenten der Hochschule Kiel entstanden. Auf Platz 3 folgte die Feuerwehr Alfeld (Niedersachsen) mit dem Film “ICH.DU.WIR – Lass uns nicht gegen die Wand fahren”.

“Ich gratuliere zu dieser Auszeichnung im bundesweiten Wettbewerb. Das ist ein schöner Lohn für eine ungewöhnliche wie kreative Leistung der ehrenamtlichen Feuerwehrleute aus Düsseldorf. So zeigt der Film die Begeisterung, mit der die Freiwilligen sich im Dienst der guten Sache stellen und dass sie – bei aller gebotenen Ernsthaftigkeit – sich auch den Humor und den Spaß an der Sache erhalten. Das sind gute Voraussetzungen, um weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter für die Freiwilligen Feuerwehren zu gewinnen”, lobt der Düsseldorfer Feuerwehrchef David von der Lieth. Der Feuerwehr-Video-Award wurde in drei Kategorien vom Feuerwehr-Magazin verliehen. So wurden die besten drei Filmprojekte in den Kategorien Image/Mitgliederfindung, Kampagne/Projekte sowie Jugend/Kinder prämiert. Auch die Feuerwehr Düsseldorf hat mit ihrem Imagefilm für die Freiwillige Feuerwehr an der Aktion teilgenommen.

Mit dem Titel “Wir können nicht leise! Aber dafür ziemlich viel…” wurde der Imagefilm der Freiwilligen Feuerwehr Düsseldorf an nur drei Drehtagen durch die Produktionsfirma Neuartig im Jahr 2018 realisiert. Als Schauplätze für den Dreh dienten unteranderem die Feuerwehrschule in Garath, das Feuerlöschboot sowie einige Schauplätze in Wittlaer. Neben den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Löschgruppe Wittlaer wirkten die Schauspieler Axel Kohlhase und Jürgen Mikol bei diesem Imagefilm mit. In spannenden viereinhalb Minuten zeigt und erklärt Kohlhase, der für die Dreharbeiten in die Rolle des Feuerwehrmannes schlüpfte, Jürgen Mikol alias dem vom ständigen Lärm genervten Anwohner, was die Aufgaben einer Feuerwehr sind und was es bedeutet, ein Feuer zu löschen, ein ausgebüxtes Pferd einzufangen oder sogar einen Menschen vor dem Ertrinken aus dem Rhein zu retten.

Im ersten Schritt wurde durch eine Fachjury, bestehend aus Vertretern des Feuerwehrmagazins, des Deutschen Feuerwehrverbandes (DVF), der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) sowie Vertretern von Industrie und Handel eine Vorauswahl der 183 eingereichten Projekte getroffen. In dieser ersten Hürde setzte sich die Feuerwehr Düsseldorf zusammen mit 29 anderen Filmprojekten durch und qualifizierte sich so für die zweite Runde. In einem Publikumsvoting konnten nun jedermann für seinen Lieblingsbeitrag online abstimmen.

Anfang Mai freute sich dann die gesamte Feuerwehr Düsseldorf über die überraschende Nachricht aus der Redaktion des Feuerwehrmagazins. Das offizielle Endergebnis stand nun fest und es gelang mit dem Imagefilm der Sprung aufs Siegertreppchen. Erst bei der festlichen Abendveranstaltung in Ulm wurde dann – ähnlich wie bei der berühmten Oscar-Verleihung in Hollywood – die ersten drei Sieger des Wettbewerbs bekanntgegeben.

Am gestrigen Montag, 27. Mai, reisten stellvertretend für alle Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Kasper Hilger (Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr), Ben Schulten, Yannik Richard, Tobias Tillmann sowie Christof Cremer von der Löschgruppe Wittlaer nach Ulm. Überglücklich und stolz nahmen die fünf Vertreter der Feuerwehr Düsseldorf den Preis entgegen.

Hintergrund zum Award “Goldener Florian”

Mit insgesamt 183 Filmen beteiligten sich 171 Feuerwehren und Fördervereine am “Goldenen Florian 2018/19”. Bei dem erstmals von der Fachzeitschrift Feuerwehr-Magazin ausgeschriebenen bundesweiten Video-Wettbewerb für Feuerwehren gab es drei Kategorien: Kampagne, Mitgliederwerbung/Image und Kinder-/Jugendfeuerwehr. Das Preisgeld betrug insgesamt 10.000 Euro.

Durch den Wettbewerb sollen die Bemühungen der Freiwilligen Feuerwehr bei der Nachwuchswerbung gewürdigt und unterstützt werden, denn die aus den Jugendfeuerwehren nachrückenden Kräfte reichen nicht mehr aus, um alle altersbedingt Ausscheidenden zu ersetzen. Das Feuerwehr-Magazin hat Mitte 2018 den Wettbewerb “Goldener Florian” ausgeschrieben, damit witzige, überraschende und gut gemachte Videos ausgezeichnet und vorgestellt werden.

Neben der Sorge um eine ausreichende Mitgliederstärke beschäftigen aktuell beispielsweise auch die Themen “Gewalt gegen Einsatzkräfte”, “Behinderungen durch Gaffer” und fehlende “Rettungsgassen” die Feuerwehren in Deutschland. Für die Filme zu diesen Bereichen wurde deshalb eine eigene Rubrik beim Goldenen Florian gebildet: Kampagne.

Unter allen Bewerbern hatte eine hochrangig besetzte Jury aus Feuerwehrleuten, Vertretern der Verbände und Sponsoren, Medienmacher und Mitarbeitern des Feuerwehr-Magazins die jeweils 10 besten Vorschläge ausgewählt. Außerdem vergab die Jury ihre Stimmen (50 Prozent der Gesamtnote). Ins Endergebnis floss außerdem ein Online-Voting ein. Insgesamt stimmten über 20.000 User über die Homepage www.feuerwehrmagazin.de ab. Die Beiträge der 30 Finalisten können auf dem auf dem YouTube-Kanal des Feuerwehr-Magazins angeschaut werden. Als 31. Video findet sich dort auch der Film der FF Salzgitter-Bad (Niedersachsen), der wegen seiner Special Effects mit einem Sonderpreis ausgezeichnet wurde.

Die Redaktion des Feuerwehr-Magazins überreichte die Auszeichnung an Kasper Hilger, Ben Schulten, Yannick Richard, Tobias Tillmann sowie Christof Cremer von der Löschgruppe Wittlaer (Foto: © Stefanie Kopp Feuerwehr-Magazin)
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