Dr. med. Frank Gruner, Chefarzt der Klinik für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie (Foto: privat)

Oberhausen. Krankenkassen unterstützen in schweren Fällen eine Fettabsaugung

Ab Januar gibt es endlich Hoffnung für Patientinnen, die an einem Lipödem erkrankt sind. In besonders schweren Fällen übernehmen die Krankenkassen die Kosten für eine Fettabsaugung (Liposuktion). Bei einem Lipödem handelt es sich um eine gestörte Fettverteilung, die meist an den Beinen, am Gesäß und an den Armen auftritt. Die Betroffenen sind in allen Lebensbereichen sehr eingeschränkt und haben starke Schmerzen. Hinzu kommt der psychische Druck wegen ihres äußeren Erscheinungsbildes, das vom Umfeld schlichtweg als selbstverschuldetes Übergewicht angesehen wird. Der Leidensdruck für die Betroffenen ist groß und meist wird das Krankheitsbild erst dann diagnostiziert, wenn  bereits ein weit fortgeschrittenes Stadium erreicht wurde und Folgeschäden aufgetreten sind. Es helfen weder Diäten noch Sport, stattdessen kann sich das Lipödem sogar verschlimmern. Auch konservative Therapien wie das Tragen von Kompressionsstrümpfen oder manuelle Lymphdrainage beseitigen die Beschwerden nicht, sondern lindern sie nur kurzfristig. Die Liposuktion stellt eine Möglichkeit dar, endlich schmerzfrei zu leben, sich wieder richtig bewegen und am Leben teilnehmen zu können. Sie hat vielen Patientinnen dazu verholfen, Lebensqualität zurückzuerhalten.

Am Montag, 7. Oktober um 18.30 Uhr, informiert Dr. med. Frank Gruner, Chefarzt der Klinik für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie, über das Krankheitsbild Lipödem und die Möglichkeiten der Plastischen Chirurgie. Der Vortrag findet statt im St. Josef-Hospital, Mülheimer Straße 83 im Seminarraum 1 (nicht barrierefrei). Um Anmeldungen wird gebeten unter Tel. 0208 837-4761.

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