Leon Wiseman und seine Mentorin Ina Sattler (Foto: privat)

Nettetal. Das Stipendien-Programm bietet Vorteile für alle Seiten

Das Nettetaler Krankenhaus heißt seine ersten Stipendiaten willkommen.

Anna Bartkowiak und Leon Wiseman absolvieren derzeit ihr Studium der Humanmedizin in Düsseldorf bzw. Frankfurt. Beide haben bereits den ersten Abschnitt der ärztlichen Prüfung bestanden und das Nettetaler Haus schon als Famulanten in Form eines studienbegleitenden Pflichtpraktikums kennen und schätzen gelernt. „So ein familiär geführtes Haus bietet viele Vorteile für angehende Mediziner“, sagt Wiseman. „Ich habe bereits als Famulant viel gelernt, da ich schnell und umfassend in alle Bereiche mit eingebunden wurde.“ Das sei kein Vergleich zu den ihm bekannten Großkliniken, wo er nur einer von vielen war und kaum Beachtung gefunden habe. Die Innere Medizin soll die Disziplin sein, in der er langfristig tätig sein will. So hat Jörg Schneider, Geschäftsführer des Nettetaler Hauses, ihm die Oberärztin Ina Sattler als Mentorin im Rahmen seines Stipendien-Programms zur Seite gestellt.

Anna Bartkowiak möchte sich im Bereich der Chirurgie spezialisieren. Auch sie hat mit der leitenden Oberärztin Dr. Judith Corvin eine engagierte Mentorin an der Hand.

Während der gesamten Laufzeit des Stipendiums stehen die Oberärztinnen den Stipendiaten mit Rat und Tat zur Seite. Bei einem ersten Kennenlernen wurden schon Pläne geschmiedet, wie sie ihre Schützlinge zukünftig unterstützen können. Einmal pro Quartal wollen sie sich zusammensetzen, um über den Studienfortschritt und Unterstützungsbedarf zu sprechen. Bereits jetzt besteht das Angebot Wiseman bei internen Fortbildungen und rettungsdienstlichen Großübungen mit einzubeziehen sowie ihm Hospitationen in den notfallmedizinischen Bereichen zu vermitteln. Auch Corvin hat Pläne für und mit der Stipendiatin: Neben vertieften Einblicken in die Chirurgie erhält Bartkowiak die Möglichkeit, Einsätze mit dem Rettungswagen zu begleiten wie auch zusätzliche Kenntnisse im Bereich der Anästhesie zu sammeln. „Ich fühle mich im Nettetaler Krankenhaus durch und durch willkommen. Ich werde gefördert und bekomme neues Wissen vermittelt und das alles auf eine sehr wertschätzende Art und Weise. So wünscht man sich das“, sagt Bartkowiak.

Beide erfahrenen Medizinerinnen sehen klare Argumente für eine intensive Lernphase in einem kleineren Haus. So könne man früh selbständig arbeiten und nach individuellen Interessen gefördert werden.

Und so sehen auch die Pläne der Nachwuchskräfte für ihre Zukunft aus: Noch voraussichtlich zwei Jahre bis Studienabschluss und das sogenannte Praktische Jahr geschafft sind, bevor sie im Nettetaler Krankenhaus als Assistenzärztin in der Chirurgie und Assistenzarzt der Inneren Medizin starten wollen.

Für beide Seiten gute Aussichten. “Wir haben das Programm ins Leben gerufen, um zum einen den angehenden Medizinern die Studienzeit zu erleichtern, aber vor allem auch mit Blick darauf, gute Ärztinnen und Ärzte für unsere Patienten zu gewinnen“, so Schneider über die Etablierung des Stipendiaten-Programms.

Für das Stipendien-Programm können sich Medizinstudenten bewerben, die das Physikum erfolgreich abgelegt haben und bereit sind, nach erfolgreichem Studienabschluss in einer Fachabteilung des Nettetaler Krankenhauses als Assistenzärztin oder Assistenzarzt tätig zu werden. Das Stipendium wird für eine Höchstdauer von 36 Monaten mit einem Höchstsatz von 500 Euro monatlich zum Lebensunterhalt gewährt, um die Durchführung des Medizinstudiums in der Regelstudienzeit zu erleichtern.

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