v.l. Martin Dabrock, Celina Paßmann und Michael Deutges-Pugell (Foto: Christian Voigt/LokalKlick)
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Moers. Die Deutsche Reihenhaus AG errichtet in Meerbeck den neuen Wohnpark Taubenstraße mit 42 nicht unterkellerten Eigenheimen auf 120 bzw. 145 Quadratmetern Wohnfläche auf drei Stockwerken. Dieser soll bis Herbst 2021 in serieller Bauweise fertiggestellt sein. 68 Parkplätze werden teilweise auch in einer Tiefgarage errichtet. 14 Besucherparkplätze und ein Spielplatz im Innenbereich des Quartiers komplettieren die Anlage. Dazu wird Step Kids KiTas gGmbH, kurz Stepke, am Wohnpark eine 5-gruppige inklusive Kindertagesstätte mit 8 Plätzen für Kinder mit Behinderungen betreiben. Für die insgesamt 88 Kinder stehen 68 Ü3- und 20 U3-Plätze zur Verfügung.

Da schon während der Abrisse der alten Schulgebäude und den ersten Erd- und Aushubarbeiten am Areal zwischen Dieselstraße, Taubenstraße und Germendonks Kamp Unannehmlichkeiten und Fragen bei den Anwohnern aufkamen, gab es am Mittwoch ein erstes Dialogtreffen. Hierzu lud Michael Deutges-Pugell, direkt betroffener Anwohner, Achim Behn und Celina Passmann von der Deutschen Reihenhaus aG sowie Martin Dabrock, Fachbereichsleiter Bauaufsicht der Stadt Moers, zum Austausch mit der Anwohnerschaft ein. Die zugesagten Gesprächspartner der ENNI erschienen leider nicht zu dem Treffen mit den über 20 teilweise sehr aufgebrachten Nachbarinnen und Nachbarn der drei Straßen. Seitens der Lokalpolitik begleiteten für die CDU Petra Kiehn und Julia Zupancic, für Die Grafschafter Claus Peter Küster als auch Paul Süßer, Rudolf Ehrhardt und Christian Voigt von der Freien Bürgerliste Moers das zunächst sehr emotionale Meeting.

So äußerten die Anwohner aufgebracht ihren Unmut über verschmutzte und durch Baufahrzeuge zugestellte Straßen, Lautstärke, Anlieferungen während der Nachtzeit, ausgebliebene Müllabfuhren durch verstellte Zufahrten und erste Schäden an Gehwegen, Parkplätzen und Straßen. Weitere Kritik gab es bezüglich der zukünftigen Parksituation um das Quartier. Große Befürchtung haben die Anwohner, dass sie für die Beseitigung der Schäden aufkommen müssen, da die Bauaufsicht wegen Personalmangel die Beschädigungen nicht aufnehmen würde. Achim Behn und Martin Dabrock versicherten, dass grundsätzlich das Verursacherprinzip gelte. Sie baten aber auch die Bürgerinnen und Bürger Schäden sofort fotografisch zu dokumentieren und weiter zu leiten. Allgemein wünscht sich die Deutsche Reihenhaus eine zufriedenstellende Bauabwicklung, da dieses die beste Weiterempfehlung für ihre Projekte darstelle.

Daher stimmte Behn auch sofort dem aus dem Gesprächsforum kommenden Vorschlag zu, eine Kontaktmailadresse zu schalten und regelmäßig Treffen mit Anwohnervertretern zur Reflexion der Bauabläufe und Informationsweitergabe durchzuführen. Bei zusätzlichem Bedarf sollen Runde Tische durchgeführt werden. Für die Taubenstraße erklärte sich Michael Deutges-Pugell als Ansprechpartner bereit, Unterstützung erhält er von Birgül Yemisen vom Germendonks Kamp und Peter Riedel für die Dieselstraße. So sollen auch noch die Fragen der Kapazität und die Sanierungsbedürftigkeit der Abwasserleitungen der drei betroffenen Straßen abgeklärt werden. Am Freitag gab Achim Behn schon bekannt, dass die Mail-Adresse moers@reihenhaus.de für alle Fragen, Anregungen und Kritik geschaltet sei und Mitarbeiter kurzfristig diese bearbeiten würden.

Christian Voigt/LokalKlick

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