Chefarzt Dr. Damian Schubert mit seinem leitenden Oberarzt Dr. Georgios Partoulas (Fotos: Helios)
Anzeigen

Duisburg. Mit über 15 Millionen Betroffenen zählen Erkrankungen der Gefäße zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Denn die insgesamt über hunderttausend Kilometer langen Bahnen in unserem Körper sind störanfällig. Umso wichtiger ist die schnelle und optimale Versorgung der Patienten. Unter dieser Prämisse vereint das Helios Klinikum Duisburg zum 1. Juli 2020 die beiden Abteilungen für Gefäßchirurgie an den Standorten in Hamborn und Hochfeld zu einer Klinik. Zusammen versorgen sie jährlich rund 6000 Patienten. Chefarzt Dr. Damian Schubert, der bereits 2017 zu Helios wechselte, übernimmt die Gesamtleitung.

Gesunde Gefäße für Duisburg – diesen Anspruch brachte Dr. Damian Schubert schon vor genau drei Jahren – im Juli 2017 – mit nach Hochfeld, als er die Fachabteilung für Gefäßchirurgie an der Helios Marien Klinik übernahm. In engem Austausch mit den internistischen Kollegen vor Ort und eingebunden in die Strukturen eines Maximalversorgers etablierten er und sein Team eine ganze Bandbreite an Diagnostik und Therapie akuter und chronische Gefäßerkrankungen. Dr. Schubert ist Facharzt für Chirurgie, Gefäßchirurgie, Phlebologie, endovaskuläre Chirurgie und endovaskulärer Spezialist. Unter endovaskulärer Chirurgie versteht man Eingriffe „innerhalb der Gefäße“, die über arterielle Zugänge durchgeführt werden. Dazu sind lediglich kleine Schnitte erforderlich, die für die Patienten weitaus schonender sind. Unterstützt werden sie von modernster Medizintechnik: ein Hybrid-OP, in dem Ursachenfindung und Behandlung in einem Schritt vorgenommen werden können. Dazu beherbergt die Angiographieanlage eine Kombination aus voll ausgestattetem Operationssaal und einer Möglichkeit der direkten Bildgebung mit digitaler Aufnahmetechnik, was ein Plus für die Behandlungsqualität der Patienten bedeutet. So kann etwa ein verstopftes Gefäß zunächst punktgenau verortet und dann die Engstelle mit Hilfe der radiologischen Bilder in Echtzeit durch einen Ballon oder Katheder wiedereröffnet werden.

Das Team arbeitete von Beginn an auch mit der zweiten gefäßchirurgischen Abteilung des Helios Klinikums unter der Leitung von Dr. Gero Lorenz am Standort St. Johannes im Norden der Stadt eng zusammen. Da Dr. Lorenz sich im Sommer nun beruflich neu orientiert, vereint Helios die beiden Bereiche ab dem 1. Juli unter Schuberts Verantwortung und bildet mit rund 50 Betten und über 6000 ambulanten und stationären Patienten jährlich die größte Gefäßchirurgie in Duisburg. „Für die Patienten ist solch eine Zusammenlegung immer von Vorteil, da die Abstimmung innerhalb des Teams noch enger ist und Qualitätsstandards vereinheitlicht werden“, versichert Schubert. Er spricht aus Erfahrung, denn schon bei seinem vorherigen Arbeitgeber, den Maltesern, leitete er zwei Standorte parallel. An beiden Duisburger Helios Kliniken wird es so zukünftig exakt dasselbe Angebot der offenen und endovaskulären, der arteriellen und venösen Gefäßchirurgie geben. Dabei blickt der Norden auf eine lange Geschichte zurück. Bereits seit 45 Jahren gehört die Abteilung zu den ältesten nicht-universitären Abteilungen dieser Fachrichtung. Unter dem bekannten damaligen Chefarzt Prof. Dr. H. Müller-Wiefel lernte schon Schubert sein Handwerk. Auch deshalb ist die Übernahme des Standortes unter seine Fittiche etwas Besonderes für ihn. Zudem werden ab Ende 2020 auch dort die Patienten von einem hochmodernen Neubau profitieren. Dr. Georgios Partoulas, Ltd. Oberarzt in Schuberts Team, übernimmt die Leitung vor Ort, wenn der Chef selbst am Standort Marien ist. Die beiden arbeiten schon seit Jahren vertrauensvoll zusammen. Auch Geschäftsführer Birger Meßthaler blickt optimistisch auf das neue Modell: „Dass Dr. Schubert die Gesamtleitung für die Gefäßchirurgie übernimmt, freut mich sehr. Ich habe ihn in meinen bislang gut anderthalb Jahren hier in Duisburg als sehr gewissenhaften und auch pragmatisch denkenden Chefarzt kennen- und schätzen gelernt. Dabei sieht und stellt er immer den Patienten in den Mittelpunkt.“

Beitrag drucken
Anzeigen