(Symbolfoto)

Mülheim. In der Nacht zu Sonntag (19. Juli) gegen 00:45 Uhr erhielt die Einsatzleitstelle mehrere Hinweise, dass es innerhalb einer Familie zu massiven Streitigkeiten auf der Meißelstraße kommen würde.

Bereits beim Eintreffen der Beamten kam der 33-jährige Betroffene auf die Beamten zu. Seine Fäuste waren geballt, er war sehr aggressiv und schrie die Polizisten an. Eine emotionale Stimmung war deutlich wahrnehmbar. Als die Polizisten den Streifenwagen verließen, beleidigte der 33-Jährige die Beamten mehrfach und schrie sie, teilweise in serbischer Sprache, an.

Ein Polizist forderte den Mann auf stehen zu bleiben, um seine Personalien festzustellen. Dieser kam der Aufforderung nicht nach und verließ zunächst die Örtlichkeit. Plötzlich drehte er sich wieder zu den Beamten um, war weiterhin aggressiv, schrie um sich und ging erneut mit schnellen Schritten und geballten Fäusten auf einen Polizisten zu. Der Polizist wehrte mit einem gezielten Schlag einen unmittelbar bevorstehenden Angriff ab.

Der Mann wurde auf dem Boden liegend gefesselt. Im Anschluss setzten die Beamten ihn auf und forderten einen Krankenwagen an. Während der polizeilichen Maßnahmen versuchte der 33-Jährige immer wieder die einschreitenden Beamten zu beißen und beleidigte diese unentwegt lautstark, wodurch vor allem Anwohner aufmerksam wurden und sich auf der Straße versammelten.

Eine Rettungswagenbesatzung brachte den 33-Jährigen aufgrund seiner Alkoholisierung in ein Krankenhaus. Im Krankenhaus erschien das Ordnungsamt der Stadt Mülheim der Ruhr, das eine zwangsweise Unterbringung in der Psychiatrie des Krankenhauses anordnete. Ein diensthabender Arzt entnahm dem im Solingen wohnhaften Mann eine Blutprobe zur Feststellung seiner Schuldfähigkeit.

Hintergründe der Situation soll eine Familienstreitigkeit in einer Wohnung gewesen sein, bei der es zwischen dem 33-Jährigen und seinem Bruder unter dem Einfluss von Alkohol zu einer Schlägerei kam. Zeugen und Anwohner, die Hinweise zu den Streitigkeiten geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 0201/829-0 zu melden.

Am Sonntagmittag tauchte bei Facebook ein Video des Polizeieinsatzes auf. Der Polizei Essen und Mülheim an der Ruhr ist das Video bekannt. Der polizeiliche Einsatz wird routinemäßig nachbereitet. Die Polizei ermittelt gegen den 33-Jährigen unter anderem wegen dem Verdacht des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte. (ots)

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