V.l.: Landrat Hans-Jürgen Petrauschke übergab das neue Fahrzeug an Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage und Tim Söhnchen, den stellvertretenden Leiter der Feuerwehr Meerbusch (Foto: D. Staniek / Rhein-Kreis Neuss)
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Rhein-Kreis Neuss/Meerbusch. Die Feuerwehr Meerbusch freut sich über ein neues Löschfahrzeug im Bereich Katastrophenschutz: Mit dem so genannten „LF-KatS“ (Löschgruppenfahrzeug Katastrophenschutz) wurde der Fuhrpark jetzt um ein modernes, voll ausgestattetes Gefährt erweitert, finanziert vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Die Besonderheit: Das Fahrzeug steht für normale Einsätze zur Verfügung ebenso wie für Großschadenslagen und überörtliche Einsätze.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke sagte bei der Übergabe an Meerbuschs Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage und Tim Söhnchen, den stellvertretenden Leiter der Feuerwehr Meerbusch: „Bisher hat die Feuerwehr Meerbusch im überörtlichen – manchmal auch mehrtägigen – Katastrophenfall ein Fahrzeug aus dem Bestand zur Verfügung gestellt. Ich bin froh, dass mit diesem neuen zusätzlichen Löschfahrzeug die Leistungsfähigkeit der Feuerwehren sichergestellt ist.“ Die Feuerwehren in Dormagen und Grevenbroich haben ebenfalls jeweils ein Löschgruppenfahrzeug vom BKK erhalten. Der Landrat dankte allen Einsatzkräften im Kreis, die hervorragende Arbeit leisten – auch in häufig schwierigen und belastenden Situationen.

Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage und Tim Söhnchen lobten die Möglichkeit der Nutzung des Fahrzeuges im kommunalen Brandschutz ihrer Stadt. Das Allrad-Fahrzeug vom Typ MB Atego 1327 AF ist mit einem Aufbau für die Brandbekämpfung im Zivilschutzfall ausgestattet und verfügt über alles, was im Notfall wichtig ist – von der Feuerwehraxt über Atemschutzgeräte, Schläuche und Funkgeräte mit hin zu einem Löschmittelbehälter mit 1 000 Liter Inhalt. Dank der Geländefähigkeit und des großen Vorrats an Löschmittel ist es unter anderem besonders zur Waldbrandbekämpfung geeignet – ein Problem, das aufgrund der langen und heißen Trockenphasen in den vergangenen Jahren mehr und mehr zunimmt. Der Beschaffungspreis beträgt 223 000 Euro.

Das BBK stellt bundesweit 306 Löschfahrzeuge zur Verfügung, die bei den örtlichen Feuerwehren stationiert sind. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke betonte, dass der Zivil- und Katastrophenschutz gerade in der heutigen Zeit angesichts von Stürmen, Starkregen oder Hochwasser an Bedeutung zunehme: „Ich bin überzeugt, dass wir im Rhein-Kreis Neuss gut aufgestellt sind, hoffe aber, dass die Helferinnen und Helfer für Großeinsätze möglichst selten alarmiert werden müssen.“

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