Eine Gefahr bestand nicht nur durch den chemischen Stoff, sondern auch durch eine Schmierschicht auf der Fahrbahn (Foto: Feuerwehr)
Anzeigen

Xanten/Kalkar/Moers/Dormagen. Samstag, 07.11.2020, 11:23 Uhr: Mit der Alarmmeldung “Gefährliche Stoffe und Güter” wurden die Löschzüge Xanten-Nord und Xanten-Mitte zur Reeser Straße in Xanten-Obermörmter alarmiert.

Vor Ort war ein landwirtschaftlich genutzter Anhänger bzw. ein Arbeitsgerät, eine sog. Feldspritze, in einer scharfen Kurve umgekippt. Der mit etwa 4000 Litern flüssigen Pflanzenschutzmittel beladene Anhänger hatte den Zaun eines angrenzenden Privatgrundstücks durchschlagen und war auf der Seite liegend zum Stillstand gekommen.

Die flüssige Ladung war großflächig ausgelaufen und hatte den Garten, sowie die angrenzende Fahrbahn stark verunreinigt. Menschen waren zum Glück weder beim Unfall an sich, noch durch die Flüssigkeit zu Schaden gekommen.

Da der Notruf zunächst bei der Leitstelle des Kreises Kleve aufgelaufen war, war die Löschgruppe Niedermörmter der Feuerwehr Kalkar bereits vor Ort und hatte den Bereich weiträumig abgesperrt, sowie die weitere Verbreitung der Flüssigkeit gestoppt.

Eine Rücksprache mit dem Fahrer des verunfallten Gespannes, sowie das Sichten der mitgeführten Unterlagen gaben zunächst keine eindeutige Auskunft über die Gefährlichkeit des involvierten Stoffes. Entsprechend wurde der Gefahrenbereich weiträumig abgesperrt und der Brandschutz sichergestellt.

Parallel wurde die Löschgruppe Lüttingen, sowie ein spezieller Gerätewagen der Feuerwehr Moers nachalarmiert. Die Löschgruppe Lüttingen übernimmt in der Feuerwehr Xanten die Aufgaben der Dekontamination und baute entsprechendes Equipment auf, um Personen, die mit dem Stoff in Kontakt gekommen waren, zu reinigen.

Nachdem Spezialkräfte der Werkfeuerwehr des Chempark Leverkusen/Dormagen eingetroffen waren, konnte teilweise Entwarnung gegeben werden. Zwar handelte es sich bei dem flüssigen Pflanzenschutzmittel um einen generell gesundheitsgefährdenden Stoff, in der vorliegenden Verdünnung bestand jedoch keine unmittelbare Gefahr für die eingesetzten Kräfte.

Die Kräfte der Feuerwehr sicherten somit noch die Bergungsarbeiten, bevor sie die Einsatzstelle an die Polizei und die Untere Wasserbehörde übergeben konnten. Der Einsatz der Feuerwehr dauerte rund vier Stunden. (ots)

Beitrag drucken
Anzeigen