Geschäftsführerin Claudia Beckmann schaut trotz Corona positiv in die Zukunft (Foto: privat)
Anzeigen

Essen. Deutschland befindet sich im Lockdown Light. Davon ausgenommen sind unter anderem Schulen und Kitas. Denn während des letzten Lockdowns zeigte sich deutlich, wie wichtig ein funktionierendes Bildungssystem ist – für die Wirtschaft, für die Eltern und ganz besonders für die Kinder. Doch die äußeren Unterrichts-Bedingungen sind herausfordernd.

„Dieses Schuljahr war ein sehr besonderes für uns“, sagt Claudia Beckmann, Geschäftsführerin der International School Ruhr in Essen. Durch die Pandemie sei ihr internationales Pädagogen-Team gezwungen gewesen, innerhalb kürzester Zeit ein tragfähiges Home-Learning-Konzept zu entwickeln, das es den Schülerinnen und Schülern erlaube, dem Unterricht auch von Zuhause aus zu folgen. Dabei kam ihnen zugute, dass die Schülerinnen und Schüler der IS Ruhr generell intensiv mit interaktiven Online-Lernplattformen arbeiten. Ähnlich sozialer Netzwerke ist es Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern der IS Ruhr möglich, über diese Plattformen Bilder und Videos zu teilen, Beiträge zu kommentieren und so in Echtzeit Lerninhalte abzurufen und sich über Lernfortschritte zu informieren.

Trotz der unübersichtlichen Infektionslage fühle sich Beckmann auf die kommenden Wintermonate gut vorbereitet. Ihr größtes Ziel sei es, die Schule so lange wie möglich offen zu halten und dennoch jedes Mitglied der Schul-Community bestmöglich zu schützen. „Kinder brauchen den sozialen Austausch, sie wollen zusammen sein und miteinander lachen“ unterstreicht Beckmann. Deshalb sei es ihr ein Herzens-Anliegen, den Schülerinnen und Schülern sowie ihren Eltern täglich ein Stück Normalität zu bieten. Als kleine internationale Ganztagsschule mit rund 150 Schülerinnen und Schülern habe die IS Ruhr durch ihre Struktur auch Vorteile. Durch die kleinen Klassenstärken müssten zum Beispiel keine Klassen geteilt werden und der Draht zu den Eltern sei viel direkter. So sei es einfacher, sich auszutauschen, Ideen zu teilen und sich in diesen Zeiten gegenseitig zu unterstützen.

„Trotzdem sind die von der Bundesregierung geforderten Maßnahmen für viele Kinder, Eltern und Lehrkräfte belastend“, weiß Beckmann. Das 20-minütige Stoßlüften, um die Aerosole zu minimieren, vertrügen manche Kinder besser als andere. Auch das Maskentragen würde besonders im Fremdsprachenunterricht als Hindernis empfunden, wo es auf die korrekte Aussprache ankäme. Und besonders den Kleinen fiele es schwer, sich im Unterricht oder beim Spielen nicht zu nahe zu kommen, obwohl alle Kinder tatsächlich äußerst verständnisvoll und diszipliniert seien.

„Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen wieder zu einer kompletten oder teilweisen Schulschließung kommen, wird unser Unterricht wieder digital oder im Hybridformat fortgesetzt“, sagt Beckmann. Der digitale Schulalltag sei ähnlich durchstrukturiert wie das Lernen im echten Klassenzimmer. Er folge dem Home-Learning-Plan, den die International School Ruhr für die Zeit des Online-Lernens implementiert hat. Täglich gebe es Video-Meetings innerhalb der Klassenverbünde und unter vier Augen mit den Lehrkräften, einen regen Online-Austausch zum aktuellen Lernstoff zwischen Lehrern und Schülern sowie regelmäßig geplante Pausen.

Die Schülerinnen und Schülern der International School Ruhr sind es gewohnt, selbständig zu arbeiten. Sie profitieren von den international anerkannten Curricula und dem forschungsbasierten, autonomen Lernansatz des Inquiry-based Learnings. Schon in der Vorschule, ab 3 Jahren, werden die Schülerinnen und Schüler an Lerninhalte herangeführt, die sie sich aus ihrer eigenen Faszination heraus erschließen. Unterstützt von Lehrkräften, die vernetzt arbeiten, fächerübergreifende Lernangebote entwickeln und den Lehrplan so lebensnah wie möglich gestalten. Besonderen Wert wird auf die Förderung des kritischen Denkens, der digitalen Kompetenz und der Lernmethoden des 21. Jahrhunderts gelegt.

 

Die 2010 gegründete International School Ruhr in Essen ist eine englischsprachige internationale Ganztagsschule mit angeschlossener Vorschule für Drei- bis Sechsjährige. Sie ist eine staatlich anerkannte Ergänzungsschule und eine von mehr als 5.000 autorisierten International Baccalaureate (IB) World Schools weltweit. In der Grundschule (im Alter von drei bis elf Jahren) wird nach dem Primary Years Programme (PYP) gelehrt, einem international anerkannten Curriculum, das die SchülerInnen in den Mittelpunkt des Lernens stellt. Das forschungsbasierte und fächerübergreifende Lernen steht im Mittelpunkt des PYP-Lehrplanmodells. So werden die SchülerInnen auf die akademischen Anforderungen der Sekundarschule vorbereitet. Die Lerninhalte der Klassen sechs bis acht folgen einem forschungsbasierten Lernansatz, bei dem die Schüler dazu ermutigt werden, die Lernfähigkeiten des 21. Die Klassen neun und zehn basieren auf dem International General Certificate of Secondary Education (IGCSE), einem von der Universität Cambridge entwickelten Programm. Die Klassen elf und zwölf gründen auf dem International Baccalaureate Diploma Programme. Bestimmte Fächerkombinationen und Notendurchschnitte garantieren die landesweite Anerkennung beider Abschlüsse als Mittlere Reife (nach der zehnten Klasse) oder als Internationales Abitur (nach der zwölften Klasse). Das International Baccalaureate Diploma berechtigt zum Studium an Universitäten weltweit. Rund 160 Schülerinnen und Schüler aus 27 Nationen und qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer aus aller Welt besuchen die Internationale Schule Ruhr. Die Schule wird als internationale private Ganztagsschule nach dem Schulkonzept des Schweizer Schulbetreibers “SBW Haus des Lernens Holding AG” geführt. Unterstützt wird die Schule vom Initiativkreis Ruhr.

Beitrag drucken
Anzeigen