Der CDU-Ratsfraktionsvorsitzende Thomas Mahlberg (Foto: Carsten Paul)
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Duisburg. Die Krise bei thyssenkrupp nimmt beunruhigend Fahrt auf. Die Konzernbilanz weist ein riesiges Minus insbesondere in der Stahlsparte aus, sodass ein weiterer Abbau von 5000 Arbeitsplätzen in den kommenden drei Jahren angekündigt wurde. Inwieweit sich dieser auf den Stahlstandort in Duisburg auswirkt, ist derzeit unbekannt. Bekannt ist allerdings und das bedauert die CDU-Ratsfraktion Duisburg sehr, dass der Verkauf des Grobblechwerkes von thyssenkrupp Steel (TKS) in Duisburg-Hüttenheim und damit der Erhalt des Standorts mit rund 800 Beschäftigten offenbar nicht gelungen ist. Voraussichtlich wird das Werk damit im Herbst nächsten Jahres leider geschlossen. Den Beschäftigten wurde von Seiten des Konzerns immerhin eine Arbeitsplatzgarantie bis 2026 gegeben, damit ein halbwegs sozial verträglicher Übergang entweder in den Ruhestand oder in ein neues Arbeitsverhältnis möglich ist. Nichtsdestotrotz ist dies ein weiterer Tiefschlag für den Stahlstandort Duisburg und seine Beschäftigten.

Dazu der Duisburger CDU-Ratsfraktionsvorsitzender Thomas Mahlberg: „Es ist sehr traurig, wie eine der tragenden Schlüsselindustrien in Duisburg samt ihres Know-Hows Stück für Stück aufgegeben wird und damit zahlreiche qualifizierte Arbeitsplätze in unserer Stadt wegfallen. Die Gründe dafür sind divers: Zum einen ist ein wirtschaftlicher Strukturwandel seit vielen Jahren im Gange und technologischer Fortschritt sowie globaler Wettbewerb tun ihr Übriges dazu. Zum anderen sind aber in diesem Zusammenhang auch Managementfehler in der Konzernzentrale einzugestehen. Nicht zuletzt lastet die Corona-Pandemie derzeit negativ-verstärkend auf dem gesamten Wirtschaftsprozess, sodass derartige Übernahmeverhandlungen aktuell einfach unter einem schlechten Stern stehen“.

Die CDU Duisburg hat in ihrem Programm ganz klar die Stützung der Stahlindustrie in Duisburg festgeschrieben. Und am besten gelingt das, wenn man sie zukunftsfähig macht. „Wir als CDU-Ratsfraktion werden politisch die Weichen stellen, dass die Stahlindustrie in Duisburg eine Zukunft hat – eine möglichst saubere. Ein wichtiger Baustein wird sein, dass die Stahlproduktion CO2-frei und damit klimaneutral funktioniert. Die technologische Weiterentwicklung im Bereich des Wasserstoffs als Prozessenergie wird dafür entscheidend sein. Duisburg ist als Wasserstoff-Technologiestandort auf einem sehr guten Weg und dieser muss in Zukunft beschleunigt beschritten werden. Dafür werden wir uns im Rat der Stadt politisch einsetzen“, so der Fraktionsvorsitzende der CDU Duisburg.

Darüber hinaus wird die CDU-Ratsfraktion Duisburg die Gespräche über Fusionen, Partnerschaften und gar einer Staatsbeteiligung beim Stahl weiterhin konstruktiv begleiten.

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