VHS-Direktor Volker Heckner hat in einer virtuellen Pressekonferenz auf der VHS-eigenen Lernplattform VHS-Cloud das Frühjahrsprogramm vorgestellt (Foto: privat)
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Duisburg. „Die Volkshochschulgebäude sind zwar für das Publikum geschlossen, aber die Volkshochschule ist nach wie vor für ihre Kundinnen und Kunden da“, so die Bildungsdezernentin Astrid Neese vor Beginn des VHS Frühjahrssemesters 2021.

Bekanntlich organisiert die Volkshochschule Duisburg ihre Weiterbildungsangebote in zwei Halbjahren. Und am kommenden Montag, dem 1. Februar, beginnt planmäßig das erste Semester des neuen Jahres, diesmal allerdings erst einmal nur mit onlinegestützten Lehrveranstaltungen.

Wegen der Coronaschutzverordnung sollen die Präsenzveranstaltungen zu einem späteren Zeitpunkt beginnen, so VHS-Direktor Volker Heckner: „In unserem Programmbuch, das ab sofort erhältlich ist, haben wir den 1. März als Startpunkt für die Präsenzveranstaltungen ausgewiesen, aber sollte es die Pandemielage erfordern, würden wir natürlich den Beginn dieser Veranstaltungen noch weiter nach hinten schieben.“

Die Bildungsdezernentin und der VHS-Direktor ermutigen die Duisburgerinnen und Duisburger, im vielfältigen VHS-Programm zu stöbern und Kurse zu buchen. Dank des wieder eingeführten Lastschriftverfahrens würden die Teilnahmeentgelte erst abgebucht, wenn die Kurse tatsächlich stattfinden.

Ohne Integrationskurse erwartet die Duisburgerinnen und Duisburger ein Angebot von mehr als 850 Bildungsveranstaltungen. Wenn man die Integrationskurse dazuzählt, kommt man auf etwa 1.050 Angebote. Mehr als 180 davon sind als Onlineveranstaltungen beziehungsweise als „alternativ online“ geplant.

Das Gros stellen Einzelveranstaltungen dar, meist Vorträge aus den Bereichen Politik, Kunst- und Kulturgeschichte. So gibt es zum Beispiel virtuelle Besuche im Europäischen Gerichtshof und im EU-Parlament. Oberbürgermeister Sören Link wird referieren, welche Herausforderungen der aufgrund der Überhang- und Ausgleichsmandate riesige Stadtrat darstellt. Philosophische Vorträge setzen sich beispielswiese mit dem Filmepos „Star Wars“ auseinander und mit dem Transhumanismus. Es gibt aber auch Kurse, Seminare und Wochenendveranstaltungen, die online durchgeführt werden können. Dazu zählen zahlreiche Sprachkurse, ein Schreibkurs, ein Theaterkurs, Seminare zur Verbesserung der Onlinemoderation, Xpert-Business-Kurse zu kaufmännischen Themen oder Kurse zur Finanzverwaltungssoftware SAP. Es gibt auch Online-Veranstaltungen, in denen man lernen kann, die eigene Widerstandsfähigkeit zu stärken oder richtig auszumisten. Im IT-Bereich gibt es weiterhin die bewährten Wissensbissen – kompakte Seminare zu verschiedenen Fragestellungen der digitalen Welt. Sie beschäftigen sich mit dem Online-Banking, dem Bezahlen mit dem Smartphone oder mit Anwendungen der Künstlichen Intelligenz, die uns kaum bemerkbar im Alltag immer häufiger begegnen.

Für die meisten Online-Bildungsangebote steht der VHS die Lernplattform www.vhs.cloud zur Verfügung. In diese Plattform ist nicht nur das Videokonferenzsystem Edudip integriert, sondern auch ein Baukasten für Lernbausteine, Selbsttests und viele nützliche Tools mehr. Daneben gibt es noch die VHS-Lernplattform, eine ebenfalls vom Deutschen-Volkshochschulverband entwickelte Lernumgebung mit Angeboten zur Grundbildung, zu Schulabschlüssen und zu Deutschlernangeboten für Zuwanderer.

Im Integrationsbereich werden im neuen Semester 14 Kurse online stattfinden. Diese kann die VHS nur in Abstimmung mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge anbieten. Und diese dienen in erster Linie der Sprachstandsicherung und weniger dem Lernfortschritt. Dass nicht mehr Integrationskurse internetgestützt angeboten werden, hängt auch mit der mangelnden technischen Ausstattung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen. Auch der Zweite Bildungsweg wurde auf Fernunterricht umgestellt.

Die neuen Programmbücher können ab dem 1. Februar an den Geschäftsstellen der VHS kostenlos abgeholt werden. „Da wegen des Lockdowns viele der Verteilstellen im Stadtgebiet, die wir bislang beliefert haben, geschlossen sind, senden wir auf Wunsch die Programme auch per Post nach Hause“, erläutert VHS-Direktor Volker Heckner. Dafür muss man nur eine E-Mail mit der eigenen Anschrift an die Adresse programmbuch@vhs-duisburg.de senden.

Die telefonische Erreichbarkeit für Beratungen und Anmeldungen wurde bis Mitte März erweitert. Die Volkshochschule Duisburg ist ab dem 1. Februar von Montag bis Donnerstag, jeweils von 9 bis 18 Uhr telefonisch sowie freitags, von 8 bis 15 Uhr, zu erreichen.

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