(Foto: Stadt Korschenbroich)
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Korschenbroich. Wie steht es um die Durchhaltekraft der Korschenbroicher Bürgerinnen und Bürger im Umgang mit der Corona-Pandemie? Eine Rundfahrt mit dem Ordnungsamt zeigt: Disziplin und Verantwortungsbewusstsein sind lobenswert hoch. Vermehrte Kontrollen am Wochenende führten zu keinen Beanstandungen.

„Die Leute verhalten sich vorbildlich“, findet Gregor Buschhüter, der seit Dezember im Ordnungsamt der Stadt Korschenbroich arbeitet. In wechselnden Teams sind er und seine Kolleginnen und Kollegen im Stadtgebiet unterwegs, um die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen zu überwachen. Bei einer Rundfahrt zeigt sich: Alle Bürgerinnen und Bürger tragen beim Einkaufen die jetzt vorgeschriebenen FFP2- oder OP-Masken, sie halten Abstand, sie nehmen Rücksicht.

Die Zustellung einer Quarantäne-Benachrichtigung verläuft reibungslos, schulterzuckend und lächelnd wird das Schreiben von den Adressaten in Empfang genommen. „Die Einsicht ist groß, dass man sich isolieren muss, wenn man positiv getestet wurde oder entsprechenden Kontakt hatte“, so Buschhüter. „Das macht niemandem Spaß – aber es muss halt sein.“

Bei Dienstantritt schauen die Kolleginnen und Kollegen des Ordnungsamtes zunächst in den PC. Dort finden sie die aktuell zu bearbeitenden Fälle, die vom Rhein-Kreis Neuss übermittelt werden. Stets in Zweierteams gehen sie Hinweisen nach, stellen Benachrichtigungen zu, kontrollieren die Einhaltung der Quarantäne- und Hygienemaßnahmen. Bisher ließen sich die meisten Beanstandungen mit einem kurzen Hinweis regeln. „Dabei geht es beispielsweise um Personen, die sich so auf ihren Einkaufszettel konzentrieren, dass sie auf dem Supermarkt-Parkplatz die Maske noch nicht vor dem Gesicht haben und das auf Ansprache sofort korrigieren“, so Buschhüter.

Vor dem aktuellen Lockdown schauten die Teams beispielsweise verstärkt in Friseursalons und im Einzelhandel nach der Umsetzung der Hygienekonzepte. Es habe nur weniger Hinweise bedurft, etwa mehr Platz zwischen den Stühlen zu lassen oder weitreichendere Abtrennungen im Thekenbereich zu schaffen. Freundlichkeit – dies ist für Gregor Buschhüter der Schlüssel, um die Menschen zu erreichen. „Keiner ist mit der Situation glücklich. Wir versuchen, den Leuten zuzuhören und machen sie auf Augenhöhe auf ein Fehlverhalten aufmerksam. Auf diese Weise funktioniert unsere Arbeit gut.“ Der aktuelle Fokus liege nun auf der Einhaltung der allgemeinen Abstandsregeln und Hygieneregeln in den noch geöffneten Geschäften sowie im Abhol- und Lieferservice.

Am vergangenen Wochenende wurden verstärkt Kontrollen durch die Ordnungsämter, das Gesundheitsamt und die Polizei im Rhein-Kreis Neuss durchgeführt. Der Landrat und die Stadtspitzen aus dem Kreisgebiet hatten sich darauf verständigt mit dem Ziel, bis zum 14. Februar eine 7-Tage-Inzidenz von 50 zu erreichen. Die Bilanz für Korschenbroich fällt nach diesem Wochenende wiederum gut aus: Es gab keine Beanstandungen zu melden.

„Wir haben am Wochenende bei den 49 Personen, die am Wochenende in häuslicher Quarantäne standen, die Einhaltung der Quarantäne kontrolliert. In allen Fällen konnten wir die Betroffenen zu Hause antreffen“, konnte der Leiter des Ordnungsamtes Michael Beyer vom Wochenende berichten.

„Bis auf ein paar Verstöße sind wir bislang soweit ohne Ahndungen ausgekommen“, sagt Dirk Berns, stellvertretender Leiter des Ordnungamtes. „Wir sind sehr froh, dass die Leute so einsichtig und vernünftig sind und ihr Verhalten sofort korrigieren, wenn es mal zu einer Ermahnung oder freundlichen Erinnerung unsererseits kommt.“ „Man muss bei den Corona-Fallzahlen zwar immer vorsichtig sein, sie können sich schnell verändern“, ergänzt Dezernent Thomas Dückers, „aber wir freuen uns natürlich, dass wir seit Wochen mit vergleichsweise geringen Zahlen zu den Schlusslichtern unter den Städten in unserer Region gehören. Das ist wesentlich dem vorbildlichen Verhalten unserer Bevölkerung zu verdanken.“

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