Pascal Hubberten führt Daniel Marzinzik das Teststäbchen in die Nase (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer)
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Düsseldorf. Schnelltests am Wochenende an den Standorten

Bei einem Obdachlosen, der vom 4. auf den 5. Februar 2021 in einer Notschlafstelle in Düsseldorf übernachtet hat, wurde am 5. Februar die britische Mutation des Coronavirus festgestellt. Die Person befindet sich zurzeit in der städtischen Quarantänestation. Ihr geht es gut.

Daraufhin wurden 16 weitere Kontaktpersonen vorsorglich quarantänisiert, weitere 13 werden derzeit mit Unterstützung der Wohlfahrtsträger der Wohnungslosenhilfe und des Streetworks ermittelt. Die quarantänisierten Personen befinden sich im FFFZ, das als städtische Quarantäneeinrichtung angemietet wurde.

Zum Schutz der anderen Besucher und um schnellstmöglich weitere Infektionen feststellen zu können werden in vier Notschlafstellen in Düsseldorf ab heute Abend durch drei Mobile Teams über 200 Schnelltests angeboten und durchgeführt. Ab morgen wird dies auf weitere sechs Standorte (Notschlafstellen und Tagesstätten) der Stadt sowie dem Wärmeraum an der Bergerkirche ausgeweitet. Bei einem positiven Testergebnis wird ein zusätzlicher PCR-Test durchgeführt, der dann auch auf Mutationen geprüft wird. Die Notschlafstelle an der Eisenstraße bleibt am Wochenende geschlossen.

Die Mobilen Teams für die Testungen werden gebildet aus Mitarbeitenden des Amtes für Migration und Integration, des Gesundheitsamtes sowie der Feuerwehr und werden durch Dolmetscher ergänzt.

Zudem werden aufgrund der vorhergesagten Minustemperaturen und des prognostizierten Schneefalls die Notschlafstellen auch tagsüber geöffnet werden, sodass diese nicht morgens verlassen werden müssen. Dann werden auch die Schnelltestungen durch Mobile Teams tagsüber auf alle Tagesaufenthaltsangebote und die dann auch tagsüber geöffneten bisherigen Notschlafstellen ausgeweitet.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf lässt seit Montag, 1. Februar 2021, alle positiven PCR-Proben aus dem städtischen Testzentrum und den mobilen Testdiensten der Stadt zusätzlich auf Virus-Mutationen untersuchen.

Bislang gibt es noch keine speziellen Quarantäne-Empfehlungen des RKI für Kontaktpersonen von nachgewiesenen Infektionen mit Coronavirus-Mutationen. Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat sich entschieden, bei jeglichem engeren Kontakt ohne entsprechende Schutzmaßnahmen zu einer mit einer Coronavirus-Mutation infizierten Person vorsorglich bereits eine Quarantäne anzuordnen. Zudem wurde innerhalb der Kontaktpersonennachverfolgung ein Team gebildet, das sich speziell um die Kontaktpersonennachverfolgung im Falle einer Infektion mit einer Coronavirus-Mutation kümmert.

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