(Foto: Feuerwehr)
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Mettmann. Eisige Temperaturen sorgen für erschwerte Einsatzbedingungen

Am frühen Morgen des 14.02.2021 wurde die Feuerwehr Mettmann um 04:16 Uhr mit dem Einsatzstichwort “Gehöft” auf die Straße Bülthausen alarmiert. Anrufer schilderten, dass dort eine Scheune brennen solle. Bereits auf der Anfahrt war ein deutlicher Feuerschein über Metzkausen sichtbar. Bei der Ankunft erster Kräfte an der Einsatzstelle stand die etwa 2500 m² große Scheune, die überwiegend zur Unterstellung verschiedener Kraftfahrzeuge und als Werkstatt diente, bereits in Vollbrand. Meterhoch schlugen die Flammen aus dem Dach in den dunklen Nachthimmel. Unverzüglich wurde durch die Einsatzleitung stiller Vollalarm für die Feuerwehr Mettmann ausgelöst.

Aufgrund der Lage des Gehöfts und der aktuellen tiefen Temperaturen mit zugefrorenen und schneebedeckten Straßen stellte der Aufbau einer leistungsfähigen Wasserversorgung die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen. So musste zunächst die geschlossene Eisdecke auf einem nahegelegenen Löschteich zerstört werden, um sodann Wasser über tragbare und fahrzeuggebundene Pumpen entnehmen zu können. Parallel legten Einsatzkräfte von der etwa 800m entfernten Hasseler Straße eine zusätzliche Schlauchleitung. Zur Brandbekämpfung, die wegen der fortgeschrittenen Ausbreitung und möglichen Einsturzgefahr nur von außen durchführt werden konnte, wurden zu Spitzenzeiten sechs B-Rohre, ein C-Rohr sowie das Wenderohr aus dem Korb der Drehleiter von allen vier Seiten der Scheune vorgenommen.

Für schwierige Einsatzbedingungen sorgte das Löschwasser, welches an der Einsatzstelle auf den Wegen, den Fahrzeugen und den Einsatzkräften als feiner Nebel niederging und dort umgehend gefror.

Trotz aller Widrigkeiten konnte gegen 9:30 Uhr “Feuer in Gewalt” gemeldet werden. Die Nachlöscharbeiten dauern jedoch weiterhin an. Durch das Feuer kamen keine Menschen oder Tiere zu Schaden. Die Kriminalpolizei hat die Untersuchung zur Brandursachenermittlung aufgenommen.

Feuerwehr und Rettungsdienst Mettmann waren mit 65 Einsatzkräften vor Ort. Unterstützt wurden Sie dabei jeweils von einer Löschgruppe der Feuerwehren Erkrath und Wülfrath, die neben der Kräfteablösung vor Ort auch den Grundschutz für eventuelle, weitere Einsätze im Stadtgebiet Mettmanns sicherstellten. Für die Verpflegung und zum Aufwärmen der buchstäblich eingefrorenen Einsatzkräfte richtete das DRK Mettmann eine Versorgungsstelle im nahegelegenen Sportzentrum ein.

Ein besonderer Dank ergeht auch an die Mitarbeiter des Baubetriebshofs der Stadt Mettmann, die umgehend nach der Alarmierung mit einem Streuwagen vor Ort waren, um die Zufahrt zum Einsatzobjekt und die Einsatzstelle selber von Eis zu befreien. (ots)

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