v.l. Johannes Baaken, Lea Heuvelmann (Klimaschutzmanagerin), Petra Baaken, Heino Breuer, Dr. Dominik Pichler (Foto: © Sabrina Brünkmans/Wallfahrtsstadt Kevelaer)

Kevelaer. Die Erfolgsgeschichte der niederrheinischen Wildblumenmischung geht in diesem Kalenderjahr/Frühling bereits in die dritte Runde

Ab sofort steht das bewährte Saatgut wieder zum Verkauf im Gartencenter Breuer in Kevelaer, Am Schleußgraben 20, zur Verfügung. Der Umwelt helfen sowie soziale Projekte unterstützen lautet das Verkaufsmotto auch in 2021. Mehr geht immer und jeder zusätzliche m² Blumenwiese hilft der Natur ungemein.

Auch am Niederrhein ist in vielen Vorgärten ein bedenklicher Trend zu erkennen. Leider muss vermehrt festgestellt werden, dass trotz zahlreicher Kampagnen eine naturferne „pflegeleichte“ Umgestaltung vorgenommen wird. Vollständig versiegelte und mit Steinsplitt oder Pinienrinde bedeckte Flächen, ohne jegliche ökologische Wertigkeit, haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Dies sind Tatsachen, obwohl Grünanlagen Naturerfahrung, aktiven Klimaschutz und soziale Kontakte ermöglichen. Mäkelei und Anprangerungen helfen bekanntlich wenig und zahlreiche positive Beispiele zur Umwandlung geeigneter Flächen gibt es auch und besonders in der Wallfahrtsstadt Kevelaer und ihren Ortschaften.

Zum Beispiel wurden in der Ortschaft Twisteden/Kleinkevelaer in enger und konstruktiver Zusammenarbeit mit dem ortsansässigen Natur- und Heimartverein (Vorsitz: Werner Neumann), Erwerbsgärtnern, Landwirten und der Mannschaft vom Betriebshof allein im vergangenen Jahr ca. 3,5 ha geeignete Gesamtflächen umgewandelt. Zudem verteilt der engagierte Verein in Twisteden weitere 100 gefüllte Gläser der Niederrheinmischung an Gartenbesitzer.

Mit relativ einfachen Mitteln lassen sich Gärten und/oder deren Teilbereiche naturnah umgestalten und der Pflegebedarf ist, falls überhaupt erforderlich, recht überschaubar.

Seit 2011 arbeitet der Betriebshofleiter und Gärtnermeister der Wallfahrtsstadt Kevelaer Johannes Baaken, beruflich wie auch privat mit seinen Familienangehörigen an der Zusammenstellung einer nahezu optimalen Wildblumenmischung für den Niederrhein.

Diese Mischung besteht u.a. aus Ringelblume, Schafgarbe, Goldlack, Margerite, Bartnelke, Natternkopf, Schleifenblume, Bechermalve, Roter Lein, Staudenlein, Zwerglupine, Basilikum, Klatschmohn und Mittagsblume. Wichtig sind Blühdauer und unterschiedliche Blühverhalten damit der Insektenwelt über einen möglichst langen Zeitraum Nahrung geboten wird und das menschliche Auge sich daran erfreuen kann. Die Wuchshöhe beträgt 50 – 80 cm.

Neu im Verkaufsangebot ist eine niedrig bleibende, bodendeckende Wildblumenmischung mit einer Wuchshöhe zwischen 20-40 cm. Diese Mischung besteht u.a. aus Flockenblume, Winde, Phlox, Zinnie, Studentenblume, Steinkraut und Kapkörbchen.

Die wiederverwertbaren Einmachgläser und deren für die Natur wertvoller Inhalt, können auch ein ideales Ostergeschenk sein.

Die Zusammenarbeit der Firma Breuer, der Wallfahrtsstadt Kevelaer und der Familie Baaken wird auch in diesem Jahr trotz und besonders in den schwierigen Pandemiezeiten fortgesetzt. Schirmherr der Aktion ist erneut Bürgermeister Dr. Dominik Pichler.

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