v.l. Matthias Pfeifer (Moderator der Arbeitsgruppe „Komfortabel“), die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart, Dr. Wolfgang Haensch (Moderator der Gruppe „Lebenswert“), Wirtschaftsförderer Christoph Schnier und der Bereichsleiter Stadtplanung Jens Beeck beim Spaziergang durch das Plangebiet (Foto: privat)

Kaarst. Beim Wettbewerb „Zukunft Innenstadt“ wurde es am Dienstagabend erstmals richtig konkret. Die vier Arbeitsgruppen präsentierten den Teams der Planungsbüros im Albert-Einstein-Forum die Ergebnisse ihrer Workshops. Zu den Themenfeldern „Nachhaltigkeit“, „Mobilität“, „Lebenswert“ und „Komfortabel“ konnten sich die Arbeitsgruppen auch auf die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung stützen. Am Vormittag waren die Vorsitzenden der Gruppen zudem im Rahmen eines Stadtspaziergangs unterwegs, um vor Ort die besonderen Herausforderungen zu identifizieren. Drei wesentlichen Problemfelder wurden durch alle Arbeitsgruppen ausgemacht: 1. die bestehende Trennung von Neumarkt und Maubiszentrum; 2. die fehlende Attraktivität des Maubiszentrums, 3. der Einfluss des ruhenden und fließenden Verkehrs auf die Stadtmitte.

Bürgermeisterin Ursula Baum ist mit dem Verlauf des ersten Arbeitstages zufrieden: „Trotz Corona haben wir in den Gruppen eine produktive Zusammenarbeit gesehen. Die Ergebnisse machen deutlich, dass hier Experten mit Bürgern zusammen für Kaarst etwas erreichen wollen. Jetzt sind die Planungsteams am Zug. Sie werden nun erste Entwürfe erarbeiten. Ich bin gespannt, welche Ideen sie aus den Vorgaben der Arbeitsgruppen entwickeln.“

Ab 23. April werden diese Entwürfe der Planungsbüros online auf www.kaarst.de/zukunftinnenstadt abrufbar sein. Alle Kaarster*innen sind dann erneut aufgerufen, durch ihre Eingaben die Arbeitsgruppen bei der detaillierten Auseinandersetzung mit den Entwürfen zu unterstützen. „Dies wird der wichtigste Zwischenschritt im Wettbewerb. Am 4. Mai werden die Planungsbüros beim zweiten Forum erfahren, wo sie ihre Entwürfe weiter ausarbeiten müssen. Klar ist, dass die Entwicklung der Fläche keine Lehrbuch-Aufgabe ist. Umso mehr bin ich gespannt, wie die Teams die Herausforderung meistern. Die Bürgerinnen und Bürger sowie die Arbeitsgruppen haben nun festgelegt, welche Handlungsfelder zu bearbeiten sind und erste Lösungsansätze geliefert. Da waren viele spannende Ansätze dabei“, sagt die Technische Beigeordnete der Stadt Kaarst, Sigrid Burkhart.

So könnte die Alte Heerstraße in einem ersten Schritt gleichberechtigt von Fußgängern, Radfahrern und Autoverkehr genutzt werden. Auch eine komplette Herausnahme des Autoverkehrs wurde in den Gruppen diskutiert. Das Maubiszentrum soll durch gezielte Gestaltungselemente mit dem Neumarkt verbunden werden. Im Zentrum selbst soll die Aufenthaltsqualität deutlich erhöht werden. Mehr Grün ist ein Ziel der Arbeitsgruppe „Nachhaltigkeit“. Mehr Grün bedeutet demnach aber nicht, dass alle bestehenden Bäume bleiben müssen. Vielmehr soll die Bepflanzung Struktur geben und in ausgesuchten Bereichen die Qualität der öffentlichen Flächen erhöhen.

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