Klaus-Dieter Nikutowski (Foto: privat)
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Goch. Gocher SPD-Fraktion beantragt die Förderung der örtlichen Kunst- und Kulturszene mit den Einnahmen aus Bußgeldern wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnungen

Zur Ratssitzung am 06.Mai 2021 hat die Gocher SPD-Fraktion den Antrag gestellt, die Einnahmen aus Bußgeldern, die wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnungen generiert worden sind und künftig noch entstehen werden, nicht im Stadthaushalt zu belassen. Stattdessen sollen diese Mittel in einen Fond einfließen, aus dem dann Gelder an Gocher Kunst- und Kulturprojekte vergeben werden können.

Neben vielen anderen Betroffenen leidet auch die örtliche Kunst- und Kulturszene unter den coronabedingten Einschränkungen des täglichen Lebens. Auftritte von Künstlern, sei es aus der Musikszene, dem Kabarett – und Comedybereich, dem Bereich der bildenden Kunst oder anderen Arten von Kunst und Kultur, sind seit dem Ausbruch der Pandemie so gut wie gar nicht mehr möglich. Auch wenn es sich in vielen Fällen um Amateure handelt, sind Künstlerinnen und Künstler auf Auftritte und Einnahmen angewiesen, um ihre Arbeiten fortführen zu können.

Mit der Einrichtung eines Kunst- und Kulturförderungs-Fonds aus Corona-Bußgeldeinnahmen soll die Stadt Goch nach dem Willen der Gocher SPD-Fraktion einen Beitrag dazu leisten, die Verluste ein wenig abzumildern und den Gocher Kunst- und Kulturschaffenden auch für die Zukunft nach der pandemiebedingten Zwangspause die Fortsetzung ihrer Arbeiten zu ermöglichen. Die Stadt Goch würde mit der Schaffung eines solchen Fonds den Fördermaßnahmen anderer Städte in NRW folgen. Beispiele hierfür sind die Städte Bonn und Witten, die derartige Fonds eingerichtet und erfolgreich umgesetzt haben.

Die Verteilung der Mittel soll nach dem Willen der SPD-Fraktion nicht nach dem Gießkannenprinzip, sondern gezielt erfolgen. Die für die Verwaltung und Verteilung der Mittel zuständige Person ist nach Auffassung des Fraktionsvorsitzenden, Klaus-Dieter Nikutowski, der Fachbereichsleiter für Kultur- und Integration sowie Museumschef der Stadt Goch, Dr. Stephan Mann.

Natürlich hofft die SPD -Fraktion, dass ihr Antrag auf die Zustimmung der Ratsmehrheit trifft. „Kunst- und Kultur sind ein wichtiger Bestandteil des Lebens in Goch, auf deren Wiederbelebung wir gerade nach Ende der pandemiebedingten Einschränkungen setzen, um den Gocherinnen und Gochern ein Stück Lebensfreude zurückzugeben“, sagt Nikutowski.

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