(V. l.): Markus Altmann, Leiter der Finanzen der Stiftung Bethanien, Ralf Nennhaus, Geschäftsführer des St. Josef Krankenhauses Moers, Juliane Mallmann, Psychookologin des Ambulanten Pflegedienstes „Die Pflege“ GmbH, Birgit Kessler, Geschäftsführerin des Ambulanten Pflegedienstes „Die Pflege“ GmbH, Kerstin Zimmer, Psychookologin des St. Josef Krankenhauses Moers, Dr. Ralf Engels, Vorstand der Stiftung Bethanien und Patrik Jotzo vom Psychoonkologischen Dienst Bethanien (Foto: privat)
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Moers. Stiftung Krankenhaus Bethanien, St. Josef Krankenhaus, „Die Pflege“ GmbH, gründeten die Krebsberatung Niederrhein e. V.

Mit der Diagnose Krebs sind Ängste, Sorgen und viele Fragen verbunden. Fragen, die nicht immer medizinischer Natur sind, sondern etwa auf soziale Ansprüche und Bedürfnisse abzielen. Wie können Paare gemeinsam mit der Krebserkrankung des Partners umgehen? Welche Beratungsangebote gibt es für Betroffene und Angehörige? Dazu kommen Fragen, die sich um sozialrechtliche Themen drehen: Welche finanziellen Hilfen können in Anspruch genommen werden? Und wer hilft beim Ausfüllen der notwendigen Dokumente, damit Antragssteller unterstützende Leistungen erhalten?

Mit all diesen Fragen können sich Menschen, die von einer Krebserkrankung betroffen sind sowie deren Angehörige zukünftig an die Krebsberatung Niederrhein wenden. Die am Eurotec-Ring 40 angesiedelte Anlaufstelle arbeitet unabhängig und ehrenamtlich. Ihre Gründung geht auf die Kooperation zwischen dem St. Josef Krankenhaus Moers, dem ambulanten Pflegedienst „Die Pflege“ GmbH und der Stiftung Krankenhaus Bethanien Moers zurück. „Wir sind als Krankenhäuser und Pflegedienst seit vielen Jahren in der Behandlung und pflegerischen Begleitung von Krebspatient:innen spezialisiert. Mit der vollumfänglichen Versorgung sind allerdings auch spezielle Beratungsformen verbunden, die einen eigenen Bereich benötigen. Dafür brauchen wir in Moers ein Angebot, das sich in der Krebsberatungsstelle wiederfinden soll“, so Birgit Kessler, Ralf Nennhaus und Dr. Ralf Engels während der konstituierenden Sitzung.

Die zentralen Aufgaben der Krebsberatungsstelle ergeben sich aus ihrer Lotsenfunktion, die sie für Betroffene einnehmen soll. Das bedeutet, sie vermittelt Ratsuchenden Kontakte etwa zu Psychoonkolog:innen, Selbsthilfegruppen oder Ansprechpartner:innen für Sozialleistungen. „Wir wollen durch die Arbeit in einem interdisziplinären Team die besten Lösungen für Patient:innen und Angehörige finden“, sagt Ralf Nennhaus, Geschäftsführer des St. Josef Krankenhauses GmbH. Das Beratungsangebot ist kostenfrei, es beinhaltet sowohl Einzel- als auch Gruppenberatungen etwa für Familien. „In NRW gibt es nur etwa zehn Krebsberatungsstellen, ihre Inanspruchnahme ist aufgrund des großen Bedarfs mit langen Wartezeiten verbunden“, weiß Birgit Kessler, Geschäftsführerin von „Die Pflege“ GmbH. Mit der neuen Krebsberatungsstelle wolle man daher ein zusätzliches Angebot schaffen, das die Lücke in diesem Bereich ein Stück weit schließt.

 

INFOBOX

Die Krebsberatung Niederrhein ist derzeit dienstags und donnerstags von 15-17 Uhr geöffnet und während diesen Zeiten telefonisch unter der 02841/200-20451 erreichbar. Zur Terminvereinbarung für ein Beratungsgespräch können Interessierte vorher telefonisch Kontakt aufnehmen.

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