Monika Medam (Foto: © Kplus Gruppe))

Hilden. Seit nunmehr drei Jahren arbeitet die Künstlerin und Autorin Monika Medam am Kunstzyklus „AUS.DEM.LOT“. Das Projekt wächst nun um weitere thematische Schwerpunkte und entsprechende Werke. Die Ausstellung im Brustzentrum am St. Josefs Krankenhaus Hilden verrät viel über das Leben, vor allem über den ständigen Wandel und die immer wieder neuen Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen. Denn das Leben gerät manchmal aus den Fugen – durch Liebe, Geburt, Krankheiten wie Krebs oder Demenz, durch den Tod oder auch durch eine Pandemie.

Die zentrale Frage lautet: Wie geht der Mensch damit um und welche inneren Ressourcen aktiviert er, um wieder ins Gleichgewicht zu finden? Entscheidet er sich für Angriff oder Rückzug? Oft sind es gegensätzliche Anteile wie Mut oder Angst, Vertrauen oder Zweifel, die im Inneren miteinander streiten. Im Fokus der Ausstellung „AUS.DEM.LOT II“ steht daher der Wolf, denn er verkörpert viele dieser gegensätzlichen Facetten. In den farbenfrohen Leinwandbildern findet sich Stärke daher ebenso wie Verletzlichkeit. Die Werke laden zum Nachdenken ein.

„Die Ressource, die hilft, wieder ins Lot zu kommen, ist zum Thema der aktuellen Arbeiten mit den Wolfszenen geworden. Wölfe finde ich faszinierend, sie halten die Natur im Gleichgewicht“, sagt Monika Medam, die in Düsseldorf und Salzburg Erziehungswissenschaften, Psychologie und Soziologie studiert hat.

Ihre Arbeiten sind geprägt von Schichtungen aus Malerei, Text, Material und Fotografie – thematisch aber insbesondere vom echten Leben. „Kunst schafft einen Zugang zu Emotionen“, findet Medam. Für ihr Projekt „AUS.DEM.LOT II“ erhielt sie ein Stipendium des Landes NRW.

Prof. Dr. Livia Küffner, Chefärztin und Leiterin des Brustzentrums Kplus Hilden ist stolz, dass sie eine so renommierte Künstlerin wie Monika Medam für das Projekt gewinnen konnte. Und ihr gefällt die Idee, Kunst in Funktionsräume zu bringen: „Die Werke verbinden sich mit der Arbeit und den Schicksalen der Patientinnen. Ich sehe, wie dies bei den Patientinnen zu Diskussionen, Interpretationen und Gesprächen führt – untereinander, aber auch mit uns Mitarbeitenden. Noch dazu konnten wir die Räumlichkeiten verschönern. Jedoch nicht einfach mit Deko, sondern mit vielschichtigen Werken.“

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