Phil Brüggemann (Foto: privat)

Dinslaken. Der CDU-Ortsverband Stadtmitte/Averbruch zeigt sich verärgert über das Vorgehen der Stadtverwaltung, bittet um Augenmaß und fordert eine schnelle Klärung, sodass die Schülerinnen und Schüler der Konrad-Adenauer-Straße den Schulbus zur Hagenschule weiterhin nutzen können.

Phil Brüggemann, gewählter Direktkandidat des betreffenden Wahlbezirks für den Dinslakener Stadtrat, erklärt die Problematik: „Schülerinnen und Schüler, die im Bereich Konrad-Adenauer-Straße wohnen und die Hagenschule besuchen, benutzen seit Beginn ihrer Schullaufbahn den Schulbus DIN 1 zur Hagenschule. Wie bereits im Pressebericht vom 1. Mai erläutert, wurde im Zuge der coronabedingten Kontrollen der Schulbusse festgestellt, dass die besagten SchülerInnen zur Nutzung dieses Schulbusses jedoch gar nicht berechtigt sind. Eine Berechtigung zur Nutzung eines Schulbusses besteht aktuell in Dinslaken in der Primarstufe gemäß Schülerfahrkostenverordnung nur, wenn die SchülerInnen die nächstgelegene Grundschule besuchen und diese gleichzeitig mehr als 2 km vom Wohnort entfernt ist. Hier ist die nächstgelegene Grundschule jedoch die Gartenschule in der Innenstadt und nicht die Hagenschule; die Entfernung vom Wohnort zur Hagenschule ist jedoch nur 200 Meter länger als jene bis zur Gartenschule.“

Auf Antrag der CDU-Fraktion ist in der Ratssitzung am 11. Mai 2021 entschieden worden, dass ein Schülerspezialverkehr für Grundschüler der GGS Hühnerheide, die aufgrund der Baumaßnahmen vorübergehend zur ehemaligen Fröbelschule wechseln müssen, eingerichtet wird.

„Wir fordern, dass auch dieser Einzelfall, der Kinder betrifft, die an der Konrad-Adenauer-Straße wohnhaft sind, gesondert betrachtet wird. Die CDU-Fraktion steht immer für pragmatische Lösungen im Sinne der Sicherheit unserer Kinder. Für die Kinder in Hiesfeld ist eine Lösung gefunden worden, auch in diesem Fall steht der Sicherheitsgedanke im Vordergrund und muss das ausschlaggebende Kriterium vor der 200 Meter längeren Entfernung sein. Es ist niemandem geholfen, wenn alle Eltern ihre Kinder einzeln zur Schule fahren. Sowohl aus ökologischen als auch aus verkehrlichen Gesichtspunkten muss vermieden werden, dass noch mehr Elterntaxis zu einer weiteren Verschärfung der morgendlichen Verkehrssituation rund um die Hagenschule beitragen. Keineswegs kann dieses spezifische Vorgehen eine grundsätzliche Abkehr von den bisherigen Regelungen der Schülerfahrkostenverordnung zur Folge haben. In diesem Einzelfall ist ein Umweg des Schulbusses jedoch nicht notwendig, infolgedessen entstehen keine weiteren Kosten. Darüber hinaus erklären die sich betroffenen Familien sogar bereit, anteilige Kosten für den Schulbus zu übernehmen. Wie zu beobachten ist, macht ein weiteres Problem den Anwohnern der Konrad-Adenauer-Straße aktuell zu schaffen. Wir appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, Umsicht beim Abstellen von Fahrzeugen walten zu lassen. Im Bereich Konrad-Adenauer-Straße kommt es regelmäßig zu Gefahrensituationen, weil private Kraftfahrzeuge ordnungswidrig auf dem Bürgersteig nahe der Bushaltestelle abgestellt werden. Durch diese Fahrzeuge haben Grundschüler oftmals Schwierigkeiten, die verkehrliche Situation beim Überqueren der Straße zu überblicken“, ergänzt Brüggemann.

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