Dr. Werner Moser aus dem "Etienne" möchte zum Aktionstag gegen den Schmerz an der Information und Aufklärung Betroffener mitwirken (Foto: © Johanna Etienne Krankenhaus)

Neuss. Chronischer Schmerz: (Keine) Linderung in Sicht?

Auch wenn sie unangenehm sind, helfen akute Schmerzen uns, indem sie darauf hinweisen, dass im Körper etwas nicht stimmt – wenn etwa eine Entzündung entsteht oder eine Verletzung geschehen ist. Klingen die Beschwerden allerdings nach drei bis sechs Monaten nicht ab, obwohl die auslösende Ursache beseitigt ist, spricht man von chronischen Schmerzen. Für Patienten und ihre Angehörigen kann dieses eigenständige Krankheitsbild besonders belastend sein, wenn keine körperliche Ursache für das Andauern der Schmerzen gefunden wird.

Am 1. Juni ruft die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. auch in diesem Jahr den bundesweiten Aktionstag gegen den Schmerz aus, an dem sie Betroffene und ihre Angehörigen informieren, beraten und aufklären möchte. Das Johanna Etienne Krankenhaus hat hierzu eine kostenlose Telefon-Hotline eingerichtet, unter der Experte Dr. Werner Moser, Leiter der Schmerzmedizin, Fragen beantwortet. Zu erreichen ist die Hotline von 14 bis 16 Uhr unter Tel. 02131/ 529 58310.

In Dr. Mosers Abteilung erhalten Menschen mit chronischen Schmerzen eine umfassende Behandlung, die weit über das rein Schulmedizinische hinausgeht. Auf dem Programm der Patienten, die normalerweise zwei bis drei Wochen im Krankenhaus bleiben, stehen etwa Physiotherapie, Entspannungstechniken, Psychotherapie und nicht zuletzt die medizinische Schmerzbehandlung.

„Unser Team arbeitet ganzheitlich mit den Patienten. Wir schauen uns gemeinsam an, was die Betroffenen im Anschluss ihres Aufenthaltes zu Hause oder bei der Arbeit verändern sollten. Denn Stress im Privaten kann den Schmerz deutlich verstärken. Wichtig ist, dass wir dabei Ziele formulieren, die die Patienten auch gut umsetzen können“, erklärt Moser. Vielen Betroffenen konnte die Schmerzmedizin im „Etienne“ schon auf dem Weg in ein schmerzärmeres Leben helfen. Die Überweisung für eine solche Behandlung stellt der Hausarzt oder die Hausärztin.


Die kostenfreie Hotline des Johanna Etienne Krankenhauses zum Thema Schmerz erreichen Hilfesuchende am 1. Juni von 14 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 02131 529 58310.

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