Ententeich Münsterstraße (Foto: © Bruno Wansing, Stadt Bocholt)
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Bocholt. Bürgerinnen und Bürger können online Ideen einreichen – Auftakt als Livestream am 1. Juli – Hintergrund: Projekt “Wasserrobuste Städte”

Die kleine Parkanlage am „Heutingsweg“, rund um den Ententeich am “Sandbach”, soll in Zukunft zu einer „grünen Oase“ für Jung und Alt umgebaut werden. Das Besondere: Bocholterinnen und Bocholter können über eine Internetplattform Ideen einreichen und die Planungen mit gestalten. Das teilt die Stadtverwaltung mit.

Auch wasserrechtliche Aspekte spielen dabei eine zentrale Rolle. Am Heutingsweg durchfließt der Sandbach die Parkanlage, die von einem großen und sehr flachen Teich und einem alten Baumbestand geprägt wird. Der Teich ist wegen der Hinterlassenschaften vieler Enten und seiner Struktur zurzeit in einem sehr schlechten ökologischen Zustand. “Vor diesem Hintergrund plant die Stadt Bocholt die Verbesserung der Parkanlage”, berichtet Hermann-Josef Vogt vom Entsorgungs- und Servicebetrieb der Stadt Bocholt, der das Projekt federführend steuert.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können ein Wörtchen mitreden, Kommentare, Beiträge und Ideen einreichen. Dazu muss man sich auf der Internetplattform www.gestalten.bocholt.de registrieren. Registrierte User sind eingeladen, an der Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 1. Juli 2021, von 17-19 Uhr teilzunehmen, die wegen der Corona-Pandemie als Livestream stattfindet.

Bürgermeister Thomas Kerkhoff: „Wir wollen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern diese Parkanlage neu gestalten und so umbauen, dass eine neue Aufenthaltsqualität und Freizeitnutzung entsteht, aber auch die notwendigen wasserrechtlichen Auflagen, die die Stadtentwässerung der Stadt Bocholt zu erfüllen hat, eingehalten werden. Besonderes Augenmerk soll auf die ökologische Entwicklung des Parks, des Bachlaufs und der Wasserfläche gelegt werden.“

Hintergrund: Bocholt soll “wasserrobust” werden

Das Projekt gehört zu dem INTERREG-Förderprogramm „Wasserrobuste Städte“ (www.deutschland-nederland.eu/project/wasserrobuste-stadte-2/ ). Hier arbeitet Bocholt mit der Stadt Münster, den niederländischen Städten Zutphen und Hengelo sowie mit der Waterschap Rijn en Ijssel und Vechtstromen zusammen. Ziel ist, die Auswirkungen von extremen Niederschlägen, Hitze und Dürre zu bekämpfen. Renaturierung spielt dabei eine zentrale Rolle. Zugänge zu Wasser sollen neu gestaltet werden. Den Auftakt für eine Reihe von Maßnahmen auf kommunaler Ebene bildet der Ententeich am Sandbach, weitere werden folgen.

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