Dietmar Meier (Foto: privat)

Moers. Die Moerser FDP kritisiert, dass auf Beschluss des Stadtrates die Übertragung von Sitzungen des Rates nur live und in Echtzeit stattfindet. „Berufstätigen oder schulpflichtigen Jugendlichen hilft eine Live-Übertragung nicht. Sie sind um 16 Uhr gar nicht verfügbar“, erklärt FDP-Ratsmitglied Martin Borges. Zwar sei der Stream an sich richtig, aber keinesfalls ausreichend. Die Freidemokraten hatten sich dafür stark gemacht, die Ratssitzungen auch zum späteren Abruf im Internet bereit zu stellen. „Der Mehrnutzen wäre sehr groß und es wäre ein echter Beitrag zu mehr Transparenz, wenn die Sitzungen auch im Nachgang angesehen werden können“, argumentiert Borges.

Aufgrund der Barrierefreiheit hatte die Stadt Moers erklärt, die Sitzungen nur live übertragen zu wollen und dies in einer entsprechenden Vorlage konkretisiert. „Die Herstellung der Barrierefreiheit ist auch durch Untertitel möglich. YouTube und auch diverse Programme können mittlerweile völlig automatisiert Untertitel erstellen, das eröffnet uns gute Möglichkeiten“, führt der Moerser FDP-Chef Dietmar Meier aus.

Wenn es Stadtrats-TV nicht auch auf Abruf gibt, sehen wir „den eigentlichen Zweck, nämlich die Herstellung von Transparenz und einen besseren Zugang zur Lokalpolitik deutlich verfehlt“, heißt es seitens der Moerser Freidemokraten. „Wir halten die Argumente gegen einen späteren Abruf für vorgeschobene Gründe. In Vorreiter-Städten wie Monheim und Bonn ist das alles kein Problem“, resümiert Dietmar Meier.

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