Urkundenübergabe DIN FLEG-Geschäftsführer Dominik Erbelding und Ministerin Ina Scharrenbach (Foto: franklin berger)

Dinslaken. Die Dinslakener Flächenentwicklungsgesellschaft DIN FLEG hat mit dem Leitbild für die Entwicklung der Trabrennbahn am Landeswettbewerb „Zukunft Stadtraum“ des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen teilgenommen und wurde von der Fachjury für die Planung eines autoreduzierten Quartiers prämiert. Landesbauministerin Ina Scharrenbach hat die Urkunde am Dienstag, den 22. Juni 2021, an DIN FLEG-Geschäftsführer Dominik Erbelding überreicht.

„Ich freue mich, dass wir mit dem unter breiter und öffentlicher Beteiligung entstandenen, innovativen Mobilitätsansatz für die Planungen zur Trabrennbahn die Fachjury überzeugen konnten. Die Auszeichnung bestätigt uns, das wir auf dem richtigen Weg sind“, erklärte Erbelding.

„Ich freue mich über diese Wertschätzung durch das Ministerium, das erkannt hat, dass hier in Dinslaken ein ganz besonderer Prozess läuft“, betont Bürgermeisterin Michaela Eislöffel. „Die Entwicklung des Quartiers auf dem Trabrennbahn-Areal wird eng von Politik und Stadtgesellschaft begleitet und soll den gesellschaftlichen Willen abbilden. Insofern ist es eine Auszeichnung für die gesamte Stadt.“

Das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung hatte im Frühjahr 2021 den Landeswettbewerb „Zukunft Stadtraum“ ausgelobt. Partner des Wettbewerbs sind der Städtetag und der Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen. Mit dem Landeswettbewerb sollen mutige und innovative Lösungen für die Zukunft des Stadt- und Straßenraums gesucht und ausgezeichnet werden. Einen Schwerpunkt bilden Quartiersentwicklungen, die sich mit der Zukunft des öffentlichen Raums und dem Wandel der Mobilität auseinandersetzen und mit innovativen Konzepten einen Beitrag leisten. Denn die öffentlichen Räume sind heute dominiert durch den (ruhenden) motorisierten Individualverkehr. Das schränkt die Nutzungsmöglichkeiten für andere Zwecke wie alternative Mobilitätsformen, insbesondere aber für mehr Aufenthalt, Begrünung, Begegnung und Spiel ein.
Bis zum 13. April konnten Ideen eingereicht werden. Aus den Einreichungen sind in Jurysitzung unter Vorsitz von Professor Rolf Westerheide von der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen die besten und innovativsten Ideen ausgewählt worden. Mit der Auszeichnung des Wettbewerbsbeitrags hat die DIN FLEG ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro erhalten.

Im Leitbild für die Trabrennbahn hat die Fachjury insbesondere die konsequente Bündelung des ruhenden Verkehrs in Quartiersgaragen in Randlage und die Anbindung der Quartiere durch Stiche ohne Durchgangsverkehre als überzeugend bewertet. Trotz einer höheren Dichte auch mit einem erfreulichen Anteil öffentlich geförderter Wohnungen verspricht die Planung eine hohe Aufenthaltsqualität. Die Idee, das Geläuf der Rennbahn konsequent zum Fußgängerring zu entwickeln, hat nach Ansicht der Jury Strahlkraft und auch die Fahrradachse durch die historische Baumallee macht neugierig.

Das Leitbild für die Entwicklung der Trabrennbahn wurde in einem breiten und offenen Dialog zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern, Anliegerinnen und Anliegern, weiteren Interessierten und der Politik erarbeitet. Es beschreibt die herausragenden Werte an ein nachhaltiges und lebenswertes Wohnquartier und bildet die Grundlage für alle weiteren Planungen. Der Rat der Stadt Dinslaken hat das Leitbild in seiner Sitzung am 23. Juni 2020 beschlossen.

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