Hochwasser der Ruhr in Bochum Dahlhausen (Foto: Feuerwehr)
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Bochum/Dortmund/Hagen. Nach den großen Schäden durch das Sturmtief Bernd in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz läuft vielerorts neben noch notwendigen Evakuierungen und den ersten Aufräumarbeiten auch die Welle der Hilfsbereitschaft an.


Innenministerium NRW: In Gedenken an die Opfer der Unwetterkatastrophe: Reul ordnet Trauerbeflaggung an Flaggen werden zum 16. Juli 2021 auf Halbmast gesetzt

NRW. Das Ministerium des Innern teilt mit:

Innenminister Herbert Reul hat für den Zeitraum von Freitag, 16. Juli 2021, bis einschließlich Montag, 19. Juli 2021, in Gedenken an die Opfer der Unwetterkatastrophe Trauerbeflaggung angeordnet. Die Anordnung gilt für alle Dienstgebäude des Landes, der Gemeinden und Gemeindeverbände sowie der übrigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht des Landes unterliegen.

 


Unwetter sorgt für Ausfälle im Stromnetz

Rhein-Ruhr.

  • Besonders betroffen sind Eifel, Rhein-Erft-Kreis, Kreis Euskirchen, linksrheinischer Rhein-Sieg-Kreis und Ahrtal
  • Westnetz arbeitet mit Hochdruck an der Wiederversorgung
  • Zerstörte und beschädigte Straßen erschweren die Zufahrt zu Anlagen

Die Wetterlage mit Starkregen und die daraus entstandenen Überflutungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sorgen weiterhin für Ausfälle in der Stromversorgung. Der Starkregen hatte in den vergangenen Tagen den Pegel von Flüssen extrem ansteigen und den Boden aufweichen lassen. In einigen Regionen kam es zu schweren Überflutungen und das Wasser steht dort immer noch zum Teil mit sehr hohen Pegeln. Betroffen sind davon auch Anlagen zur Stromversorgung des Westenergie-Verteilnetzbetreibers Westnetz. Dazu gehören Ortsnetzstationen und Umspannanlagen. Aus Sicherheitsgründen wurden und werden diese Anlagen bei eindringendem Wasser abgeschaltet, damit es nicht zu Stromschlägen kommt. Dies führt zu einer Unterbrechung der Stromversorgung. Wenn Umspannanlagen ausfallen, kann es zu großflächigen und länger andauernden Störungen kommen. Die Instandsetzung erfolgt dann systematisch.

Alle verfügbaren Kolleginnen und Kollegen der Westnetz sind seit Mittwoch im Einsatz und arbeiten mit Hochdruck an der Wiederversorgung. Die Umspannanlagen, auf die Westnetz wieder Zugriff hat, werden geprüft, gereinigt und – wenn möglich – wieder in Betrieb genommen. Einige Anlagen standen für mehrere Stunden unter Wasser. Aus Sicherheitsgründen ist eine genaue Prüfung der Anlagen vor ihrer Wiedereinschaltung notwendig. Westnetz betreibt in ihrem gesamten Versorgungsgebiet ca. 1.000 Umspannanlagen. Von den Überschwemmungen direkt betroffen sind derzeit ca. 10. Einzelne sind noch schwer erreichbar, in anderen steht immer noch das Wasser.

Bei größeren Schäden an Umspannanlagen wird daran gearbeitet, die Stromversorgung so schnell wie möglich über Umschaltungen aus anderen Anlagen oder durch Notstromaggregate wiederherzustellen. Westnetz prüft, wo Notstromaggregate gebraucht werden und eingesetzt werden können. Auch Schwestergesellschaften aus dem E.ON-Konzern haben ihre Hilfe angeboten. Notstromaggregate sind aus nicht von der Unwetter-Katastrophe betroffenen Regionen Deutschlands sind bereits im Einsatz oder unterwegs nach Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Durch Wiedereinschaltung von Anlagen, Umleitungen und Notstromaggregate konnten bereits viele Haushalte wiederversorgt werden. In der Spitze lag die Zahl der nicht versorgten Einwohner in der Region der Westnetz bei 200.000. Derzeit sind 102.000 Menschen ohne Strom.

Bei allen Arbeiten ist Westnetz aber auch von der Infrastruktur vor Ort abhängig. Einige Anlagen sind aufgrund zerstörter oder beschädigter Straßen derzeit nicht zu erreichen. An anderen Stellen müssen kilometerlange Umwege gefahren werden. Westnetz setzt zudem Helikopter und Drohnen ein, um die Leitungen und Anlagen aus der Luft zu prüfen und einen Überblick zu erhalten. Eine weitere Herausforderung: An einigen wenigen Stellen drohen Dämme und Sperren zu brechen und dadurch weitere Überflutungen zu verursachen. Auch darauf bereitet sich Westnetz vor. So werden gefährdete Anlagen identifiziert und zusätzlich geschützt.

Bei allen Arbeiten gilt vor Ort: Der Schutz der Kolleginnen und Kollegen und der Menschen in den Regionen hat oberste Priorität.

Hintergrund:

Das Stromnetz kann man sich wie ein Straßennetz vorstellen: Es gibt Autobahnen, Bundestraßen, Landstraßen. In der Stromverteilung entsprechen diese Straßen dem Hochspannungsnetz (110 kV), der Mittelspannung (10 kV) und der Niederspannung (400 V). Städte und größere Orte sind direkt an das Hochspannungsnetz angeschlossen, ebenso große, energieintensive Industrieunternehmen. Kleinere Orte werden in der Regel über das Mittelspannungsnetz versorgt, einzelne Haushalte über die Niederspannungsnetze.

Zentrale Knotenpunkte im Stromnetz, vergleichbar mit Autobahnkreuzen, sind Umspannanlagen. Hier wird die Spannung für die weitere Verteilung in die einzelnen Orte heruntertransformiert. Von den Umspannanalagen geht es weiter in die Trafostationen bzw. die Ortnetzstationen, wo der Energiefluss wiederum in Niederspannung transformiert wird und für unsere Haushalte direkt nutzbar ist. Dies erfolgt von den Trafostationen aus über die Kabelverteilerschränke hin zu den einzelnen Hausanschlüssen.

Wenn Straßen stark beschädigt sind, sind sie nicht mehr befahrbar und müssen repariert werden. Sind sie versperrt durch Geröll, muss geräumt werden. Und bei Verschmutzung müssen sie gereinigt werden. Hiermit vergleichbar ist derzeit die Situation in der Stromversorgung in den Katastrophengebieten von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Die größte Herausforderung und Hauptursache für großflächige Versorgungsstörungen sind verschmutzte, beschädigte oder gar zerstörte Umspannanlagen. Dazu kommt, dass nach wie vor Anlagen im Mittel- und Niederspannungsnetz nicht zu erreichen oder nicht begehbar sind, da das Wasser in den überfluteten Regionen, wenn überhaupt, nur langsam zurückgeht. Übertragen auf den Straßenverkehr bedeutet dies: Ein Autobahnkreuz oder eine Bundes- oder Landstraße kann nicht mehr genutzt werden.

Dort, wo elektrische Anlagen nach gründlicher Inspektion den Befund „verschmutzt” erhalten, können sie nach Reinigung und Prüfung wieder zugeschaltet werden. Leichtere Schäden können repariert werden.

Wo aber Anlagen von Wassermassen und Treibgut zerstört wurden, muss neu aufgebaut werden. In diesen Fällen versucht Westnetz über einen zweiten Weg die Versorgung aufzubauen. Dies können Umschaltungen auf andere Leitungen sein, Notstromaggregate oder Provisorien. Damit werden Umleitungen eingerichtet.

Wenn eine Umspannanlage wieder in Betrieb geht, ist die Basis für die Stromversorgung gelegt. Jedoch bedeutet dies nicht sofort auch Strom für die einzelnen Haushalte, denn auch Leitungen und Kabel, die zu den Trafostationen und Kabelverteilerschränken führen und vor dort den Strom in die Haushalte transportieren, sind im Katastrophenfall oft beschädigt und müssen repariert oder ersetzt werden.

Weiterer Hintergrund Technik:

Ein Umspannwerk (auch Umspannanlage) ist Teil des elektrischen Versorgungsnetzes und dient der Verbindung unterschiedlicher Spannungsebenen. Umspannwerke bestehen neben den Leistungstransformatoren immer aus Schaltanlagen, aufgebaut als Freiluftschaltanlage oder in gekapselter Form als gasisolierte Schaltanlage, sowie weiteren Einrichtungen zur Mess- und Regeltechnik. Anlagen ohne Transformatoren werden auch als Lastverteilerwerk (Lastverteiler oder Schaltwerk) bezeichnet.

In einer Transformatorenstation, auch Netzstation, Ortsnetzstation oder kurz Trafostation genannt, wird die elektrische Energie aus dem Mittelspannungsnetz mit einer elektrischen Spannung von 10 kV auf die in Niederspannungsnetzen (Ortsnetzen) verwendeten 400/230 V zur allgemeinen Versorgung transformiert (umgewandelt).

Die erzeugte Elektrizität, z. B. aus Kraftwerken, kommt mit 110.000 Volt Hochspannung in einer Umspannanlage an. Die dort vorhandenen Transformatoren sorgen dafür, dass die Spannung auf 10.000 Volt in sogenannte Mittelspannung „umgespannt” wird. In den Trafostationen wird der Energiefluss dann wiederum in Niederspannung transformiert, denn auf dieser Spannungsebene ist Strom für unsere Haushalte direkt nutzbar. Dann erfolgt im Niederspannungsnetz schließlich die entscheidende Feinverteilung der Elektrizität – und zwar von den Trafostationen über die Kabelverteilerschränke (KVS) hin zu den einzelnen Hausanschlüssen. Die KVS sind Knotenpunkte für elektrische Kabel im Niederspannungsnetz. Über die KVS und die darin enthaltenen Kabel-Sicherungen werden die jeweiligen Stromkabel-Strecken und die daran angeschlossenen Hausanschlüsse abgesichert. Bei einem Störungsfall an einem Kabel lösen die Sicherungen der Kabelstrecke direkt im KVS aus, so dass möglichst wenige Hausanschlüsse oder Kunden von der Störung betroffen sind.

 


Mein Haus steht unter Wasser – was tun?

Essen. Eine Anleitung der Caritas, um sichere und gesunde Wohnbedingungen wiederherzustellen

Ein Albtraum: Das Haus steht unter Wasser. Wichtig ist jetzt, einen klaren Kopf zu behalten und Schritt für Schritt vorzugehen. Die Caritas hat dazu einige Tipps.

Europäische Caritas-Organisationen haben für die Opfer von Flutkatastrophen eine Broschüre mit nützlichen Informationen herausgegeben. Das Wasser aus dem Keller abpumpen – aber nicht zu schnell, damit bestehender Wasserdruck von außen nicht das Mauerwerk beschädigt. Anschließend muss gründlich desinfiziert werden, und zwar am besten mit Natriumhypochlorid. Durchnässte Polster, Kissen und Matratzen muss man entsorgen, Teppiche dagegen können gerettet werden. Die Räume trocknen lassen, Schimmel entfernen, Bauschäden reparieren – „haben Sie Geduld!“, ist ein wichtiger Rat. Verantwortlich für die Broschüre ist der Deutsche Caritasverband.

Broschüre der Caritas: „Mein Haus steht unter Wasser“

 


Aktuelle Lage, Spenden- und Hilfsangebote in Bochum, Dortmund und Hagen (wird aktualisiert):

326 unwetterbedingte Einsätze in Bochum

Bochum. Bis Freitagmorgen wurden durch das Sturmtief Bernd im Stadtgebiet Bochum insgesamt 326 unwetterbedingte Einsätze abgearbeitet.

Der Einsatzschwerpunkt am Donnerstag, 15.07.2021, lag wegen des rasant gestiegenen Pegelstandes der Ruhr dabei im ruhrnahen Gebiet Bochum-Dahlhausen. Die Bevölkerung wurde zur Meidung des betroffenen Gebietes aufgerufen und durch die Stadt Bochum eine Evakuierung von rund 2.500 Personen vorbereitet. Auch ein Seniorenzentrum bereitete sich auf eine mögliche Evakuierung vor.

Die Feuerwehr richtete vor Ort “Am Sattelgut” eine Technische Einsatzleitung ein, von der aus die Maßnahmen in Dahlhausen koordiniert wurden. Neben den einzelnen Einsatzstellen wurden Pegel-Messpunkte an der Ruhr eingerichtet und ein Info Point für die Bevölkerung betrieben. Das DRK Bochum hat eine Betreuungsstelle in der Theodor-Körner-Schule eingerichtet und die gesamte Nacht für Bürgerinnen und Bürger betrieben, die nicht in ihren Wohnungen oder bei Bekannten untergekommen wären. Im Bereich Dr.-C.-Otto-Straße, Lewackerstraße und Am Ruhrort mussten aufgrund des Pegelstands elf Häuser vorsorglich evakuiert und stromlos geschaltet werden. Eine großflächige Evakuierung war glücklicherweise bisher nicht notwendig.

Auch im restlichen Stadtgebiet gab es mehrere große Einsatzstellen: In der Schornau mussten mehrere Keller durch das THW und Kräfte der Feuerwehr Marl (Kreis Recklinghausen) ausgepumpt werden. Gleiches war an mehreren Häusern in der Oberstraße der Fall. In der Nacht zu Freitag wurde der Opelring überschwemmt und ebenfalls durch die Feuerwehr wieder freigepumpt.

Im Einsatz waren neben den Kräften der Berufsfeuerwehr und dem Führungsstab alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Bochum, die Bochumer Hilfsorganisationen, das THW und Feuerwehreinheiten aus dem Kreis Recklinghausen, die eigenständig Einsatzstellen im Bochumer Stadtgebiet abgearbeitet haben. Zu Spitzenzeiten waren 250 Einsatzkräfte gleichzeitig im Einsatz.

Der Feuerwehr- und Katastrophenschutzdezernent, Stadtdirektor Sebastian Kopietz, zeigte sich betroffen von der Lage, insbesondere im Bochumer Süden, die aber glücklicherweise nicht die Ausmaße wie in anderen Teilen des Landes angenommen hat. Insbesondere gilt der Dank allen Einsatzkräften von Feuerwehr, THW und Hilfsorganisationen aus Bochum, aber auch den in Bochum tätigen Feuerwehren aus dem Kreis Recklinghausen, die die letzten beiden Tage mit hohem Engagement bis zur Erschöpfung dafür gesorgt haben, dass es zu keinen Personenschäden gekommen ist und die Sachschäden so gering wie möglich gehalten werden konnten.

Derzeit ist die Lage im Bochumer Stadtgebiet stabil. Es wird jedoch damit gerechnet, dass mit Rückgang des Wassers, das bislang aus dem Boden und aus der Ruhr drückt, weitere Schäden zu Tage treten, die zu weiteren Einsätzen der Feuerwehr und Hilfsorganisationen führen werden.

Bitte meiden Sie die Ruhr! Die Feuerwehr ist weiterhin im Einsatz.

– siehe Titelfoto –

 

Borussia Dortmund plant Benefizspiel in Hagen

Dortmund/Hagen. Der Bundesligist Borussia Dortmund will ein Benefizspiel organisieren, um den Opfern der Flutkatastrophe im benachbarten Hagen zu helfen. Die Einnahmen sollen dann den Betroffenen zukommen. Geplant ist, das Fußballspiel auch in Hagen stattfinden zu lassen. Entsprechende Gespräche werden in den nächsten Tagen aufgenommen, so BVB-Vorstand Hans-Joachim Watzke.

InfoKlick: https://www.bvb.de/News/

 

Stadtentwässerung Dortmund hat Hagen Unterstützung angeboten

Dortmund/Hagen. Nach dem Unwetter, das das Tief „Bernd“ ins Land brachte, hat der Abwasserbetrieb der Stadtentwässerung Dortmund die dringlichsten Schäden im Dortmunder Entwässerungsnetz bereits beseitigen können und hat seine Unterstützung nun der Stadt Hagen angeboten.

Oberbürgermeister Thomas Westphal sagt: „Hagen und andere Städte sind weit stärker von der Flutkatastrophe getroffen worden als Dortmund. Wir haben erschreckende Bilder gesehen. Vor allem das Leid der Familien, die in dieser Nacht Angehörige verloren haben, geht hier niemandem aus dem Kopf. Wir helfen jetzt, wo wir können. Das ist für mich genauso selbstverständlich wie die Hilfe in der eigenen Stadt.”

Die Dortmunder Feuerwehr sowie weitere Hilfsorganisationen sind im Rahmen der „vorgeplanten Überörtlichen Hilfe“ bereits in anderen Kommunen zur Unterstützung im Einsatz.

Die Stadtentwässerung könnte in Hagen zum Beispiel durch den Einsatz von kombinierten Saug-Spülfahrzeugen dabei helfen, Kanalanlagen, Pumpstationen und Sinkkästen zu reinigen. Mit spezieller Technik können beispielsweise verdeckte Schächte aufgefunden und nicht begehbaren Anlagen inspiziert werden.

In Hagen ist die Hilfe dankbar aufgenommen worden, die Hilfe wird dort noch koordiniert und kann jederzeit abgerufen werden. Derzeit ist dort noch die Bundeswehr im Rahmen der Gefahrenabwehr im Einsatz. Die Soldatinnen und Soldaten befreien die verschütteten Straßen von Schutt und Geröll.

Das Hilfsangebot der Stadtentwässerung Dortmund wird wie die Angebote von anderen helfender Organisationen zudem über das Institut für Unterirdische Infrastruktur (IKT) in Gelsenkirchen gebündelt und an die hilfesuchenden Städte und Gemeinden weiter geleitet.

 

Überörtliche Hilfeleistung nach Unwetter – Dortmunder Einsätzkräfte helfen in Erftstadt und Schleiden

Dortmund. Heute Mittag machten sich erneut 120 Einsatzkräfte der Feuerwehren der Stadt Dortmund und des Ennepe-Ruhr-Kreises auf den Weg nach Schleiden in den Kreis Euskirchen. Sie lösen dort die seit gestern Abend entsandten Helfenden für die nächsten 24 Stunden ab. Vor Ort ist die Situation mehr als katastrophal. Die Menschen haben dort teilweise ihr ganzes Hab und Gut verloren und die gewohnte Infrastruktur ist zusammengebrochen.

Mit auf den Weg genommen haben die Einsatzkräfte auch 20 Tauchpumpen für den Hausgebrauch, die die Firma Wilo mit Firmensitz in Dortmund Hörde als Spende zur Verfügung gestellt hat. Sie sollen vor Ort an die Anwohner oder die örtlichen Feuerwehren übergeben werden, um da wo es noch geht, die Not ein wenig zu lindern. Peter Glauner als Bereichsleiter Service und Sebastian Hillebrand als Key Account Manager haben die Pumpen heute Mittag vor Abfahrt der Helfenden an den stellvertretenden Feuerwehrchef Detlev Harries auf dem Hof der Feuerwache Eichlinghofen übergeben. Freuen können sich die Einsatzkräfte auch über 140 Lunchpakete, die durch die Kauflandmärkte Hombruch und Mengede gespendet worden sind. Da einige ehrenamtlichen Einsatzkräfte direkt von der Arbeit kommen, können diese nun gestärkt in den Einsatz gehen.

Neben den Feuerwehrkräften sind ebenso auch Sanitätskräfte der Dortmunder Hilfsorganisationen in Erftstadt (Rhein-Erft-Kreis)im Einsatz. Mit einer Betreuungskomponente helfen die Einsatzkräfte bei der Versorgung von ca. 100 Menschen, die aus Altenheimen oder Krankenhäusern evakuiert werden mussten. Ergänzt wird die Einheit mittlerweile auch durch ausgebildete Pflegekräfte des Deutschen Roten Kreuzes, der Johanniter Unfallhilfe, der Diakonie Dortmund sowie dem Marienkrankenhaus Schwerte.

Die überörtliche Unterstützung wird nach jetzigem Stand wohl auch die nächsten Tage weitergeführt werden. Neben hauptamtlichen Kräften wird das Personal hier zum größten Teil durch ehrenamtliche Helfende gestellt, da sie sich durch die Mitarbeit in den Hilfsorganisationen in Dortmund auch im allgemeinen Katastrophenschutz beteiligen. Die Anforderung von Feuerwehr- oder Sanitätseinheiten laufen in solchen Fällen immer über die Bezirksregierungen und sind in vorgeplanten Strukturen bereits einige Jahre im Land NRW etabliert.

Übergabe von 70 Lunchpaketen bei Kaufland in Dortmund Mengede (Foto: Feuerwehr)
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