(Pressefoto Karl Heinz Lengwenings, 23.07.1969)
Anzeige

Krefeld. Apropos, Krefelder Stadthistorie – im Sommer 1969 herrschte große Hitze. An der markanten Fassade der Verseidag kann man sehen, dass aus diesem Grund alle Rollläden geschlossen sind. Die Metallfenster konnten zudem in Kippstellung geöffnet werden.

Die Verseidag AG (ursprünglich Vereinigte Seidenweberei Aktiengesellschaft, kurz VerSeidAG) war ein börsennotierter Großkonzern der Textilindustrie. 1919 schlossen sich angesichts der schweren Wirtschaftslage nach dem Ersten Weltkrieg mehrere Firmen der Krefelder Seidenindustrie, „Gebrüder Esters“, „C. Lange“ und „Kniffler-Siegfried“ zu einer Interessengemeinschaft zusammen, aus der 1920 die Vereinigte Seidenweberei Aktiengesellschaft, kurz VerSeidAG, hervorging.

Zuvor war die Seidenstoffproduktion insbesondere im 19. Jahrhundert der wichtigste Wirtschaftsfaktor Krefelds, die auch unter dem Titel „Samt- und Seidenstadt“ bekannt ist. Die Leitung der VerSeidAG übernahmen die Industriellen Hermann Lange und Josef Esters, beide Besitzer einer zuvor familiär geführten Weberei. In den frühen 1950er Jahren entwarf der bekannte Architekt Egon Eiermann die neue Verseidag-Verwaltung, das heutige Stadthaus (Quelle: Wikipedia).

 

über Karl Heinz Lengwenings
Pressefotograf/Bildjournalist
10.02.1927 | 18.06.2017

Beruflicher Werdegang

Von 1954 bis 1965 arbeitete Lengwenings als Pressefotograf bei der Neue Rhein/Neue Ruhr Zeitung (NRZ) in Krefeld. Von 1965 bis 1970 war er als Bildjournalist für die Westdeutsche Zeitung (WZ) in Krefeld tätig. 1970 wechselte er schließlich zur Stadt Krefeld, wo er bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1989 die Stadtbildstelle leitete (späteres Presseamt). Dort dokumentierte er fotografisch und redaktionell nahezu alle Ereignisse und Aktivitäten rund um die Stadt Krefeld – neben den aktuellen Tagesgeschehnissen waren es insbesondere gesellschaftspolitische, zeithistorische, kulturelle und sportliche Anlässe sowie Veranstaltungen, Festakte und Jubiläen. Daneben fotografierte er freiberuflich für diverse überregionale Medien (Stern und Bild) und Unternehmen sowie Privatkunden. Mit Eintritt in den Ruhestand 1989 fotografierte er weiterhin als Freiberufler regional wie überregional für Privatpersonen und Unternehmen.

Dokumentation | Archiv

In seiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Fotograf und Zeit-Chronist hat Lengwenings ein umfangreiches privates Archiv erschaffen, das mehrere hunderttausend schwarz-weiß-Negative umfasst – explizit von den Jahren 1954 bis 1970. In den Jahren 1970 bis 1989 wurden alle fotografischen Zeitdokumente im offiziellen Archiv der Stadt Krefeld aufgenommen.

Mehr historische Pressefotos auf: www.khl-photography.de

 

LokalKlick bedankt sich bei Peter Lengwenings für die bildnerische und journalistische Aufarbeitung und Darstellung der Arbeiten und des fotografischen Nachlasses seines Vaters in der Serie “Krefeld-Impressionen s/w.

Beitrag drucken
Anzeigen