Einsatz in Bad Münstereifel (Foto: Feuerwehr)
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Ennepe-Ruhr-Kreis. Resümee Katastrophenschutz: EN-Feuerwehren und Hilfsorganisationen arbeiten Hand in Hand

Die EN-Feuerwehren und die Hilfsorganisationen des Kreises waren in den letzten Wochen in unterschiedlichen Regionen achtmal im Hochwassereinsatz. Die koordinierende Stelle des EN-Kreis die Abteilung Bevölkerungsschutz zieht nun eine Bilanz. Insgesamt wurden 8.200 Einsatzstunden durch Feuerwehren und Hilfsorganisationen abgeleistet. Überwiegend handelte es sich um ehrenamtliche Kräfte. Der Kreisfeuerwehrverband und der EN-Kreis danken den Einsatzkräften und aber auch den Arbeitgebern für die problemlose Freistellung der Einsatzkräfte. Dies ist für solche Lagen immens wichtig gewesen, um eine effektive Gefahrenabwehr über mehrere Tage erzielen zu können.

Zunächst rückte am 14.7. am frühen Morgen gegen 5 Uhr ein geländegängiges Fahrzeug der Johanniter (Unimog) als Rettungswagen nach Hagen aus. Mit diesem Spezialfahrzeug wurden abgeschnittene Ortsteile rettungsdienstlich versorgt. Der Einsatz der Johanniter (JUH) endete erst am darauffolgenden Donnerstag um 21 Uhr. Am gleichen Tag rückten dann weitere 123 Kräfte von Feuerwehr, EN-Kreis, ASB, DRK und JUH nach Hagen aus um einen Betreuungsplatz 500 in der Ischelandhalle aufzubauen. Nach 14 Stunden war der Einsatz des Betreuungsplatzes beendet.

Die Feuerwehren Ennepetal und Schwelm rückten am 14.7. zur sofortigen Nachbarschaftshilfe nach Altena (Märkischer Kreis) in den Ortsteil Rahmede aus. Die 18 Kräfte waren 15 Stunden im Einsatz.

Die Bezirksbereitschaft Dortmund und Ennepe-Ruhr (Feuerwehren Ennepetal, Schwelm, Sprockhövel und EN-Kreis) rückte am 16.7. nach Schleiden (Kreis Euskirchen) aus. Ziel war die Auslösung von örtlichen Einsatzkräften. Hauptaufgabe war dort primär die Technischen Hilfeleistung. Auch Erkundungsaufträge mit dem Krad und einem geländegängigen Mehrzweckfahrzeug wurden durchgeführt. Die Versorgung der Kräfte und der rettungsdienstliche Eigenschutz wurde von den Hilfsorganisationen (JUH Herdecke, DRK Gevelsberg, Schwelm Hattingen, Sprockhövel, Wetter und ASB Witten) sichergestellt. Insgesamt waren 76 Kräfte hier 27 Stunden im Einsatz.

In die gleiche Region ging es am 19.7.2021. Wieder rückten 48 Kräfte aus den Feuerwehren Witten, Ennepetal, Schwelm und vom EN-Kreis aus. Auch die Hilfsorganisationen (JUH Herdecke und Ennepetal, DRK Sprockhövel, DRK Wetter, Hattingen und Ennepetal) waren zur Versorgung und zum rettungsdienstlichen Eigenschutz wieder mit dabei. Die Einsatzdauer betrug 19 Stunden.

Ein großer Bereitstellungsraum mit bis zu 5.000 Kräften wurde für die Region Ahrweiler am Nürburgring gebildet. Hierhin wurden am 20.7. auch Kräfte aus dem EN-Kreis hin verlegt. Einsatzauftrag war die sanitätsdienstliche Versorgung im Schadensgebiet. Das DRK Witten, Ennepetal Wetter und Breckerfeld war hier 34 Stunden mit 23 Kräften im Einsatz.

Die Bezirksbereitschaft Dortmund / Ennepe-Ruhr-Kreis wurde am 20.7. zum dritten Male in die Region Kreis Euskirchen verlegt und eingesetzt. Diesmal waren die Kräfte auch in Bad Münstereifel und wieder in der Stadt Schleiden tätig. Hier wurden wieder primär Technische Hilfeleistungen abgearbeitet und diverse Erkundungsaufträge übernommen. So musste hier eine Trinkwassertalsperre genau erkundet werden. 57 Kräfte waren hier 40 Stunden eingesetzt.

Drei Führungskräfte des EN-Kreises, der Feuerwehr Herdecke und Schwelm wurden ab dem 23.7. im Führungsstab der Gesamteinsatzleitung Rheinland-Pfalz an der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz eingesetzt. Die Bezirksregierung Arnsberg hat in die Region Ahrweiler den mobilen Führungsstab (MoFüst) entsendet. Dieser setzt sich aus Führungskräften der einzelnen Feuerwehren des Regierungsbezirkes zusammen. Es wurde rund um die Uhr mit drei Gruppen im Führungsstab gearbeitet. Die Kräfte betreuten das Sachgebiet Personal S1. Die Kameraden arbeiteten dort mit vielen anderen Feuerwehren aus dem gesamten Bundesgebiet, dem THW, den Hilfsorganisationen, der Bergwacht, der Polizei und mit den Kameraden der Bundeswehr eng zusammen. Die drei Verbandsführer kamen nach 3 Tagen mit vielen Eindrücken und Emotionen heile nach Hause in ihre Heimatfeuerwehren. Sie wurden vom Regierungsbezirk Detmold abgelöst. Über das Schadensausmaß und die Auswirkungen in der Region waren alle sehr betroffen. Traurig ist, dass einige von ihnen die hier angewendete Stabsarbeit in Ahrweiler vor Jahren als Planübung erlernt haben. Nun musste das Wissen genau in der Region real angewendet werden.

Zwei Notfallkrankentransportwagen vom Typ B des DRK und ASB Witten wurden vom 24.-26.7. zum Bereitstellungsraum Nürburgring verlegt. Einsatzgrund war die sanitätsdienstliche Versorgung im Schadensgebiet. Insgesamt waren 9 Kräfte 68 Stunden vor Ort.

In allen Regionen war auch das Technische Hilfswerk eingesetzt, mit dem die Feuerwehr seit Jahren partnerschaftlich und vertraut zusammenarbeitet.

Der Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz und Präsident des Kreisfeuerwehrverbandes Rolf-Erich Rehm richtete ein großes Dankeschön an alle beteiligten Einsatzkräfte von Feuerwehr, dem EN-Kreis, den Hilfsorganisationen DRK, JUH, THW und ASB (Arbeiter Samariter Bund) auch für die gute und kameradschaftliche Zusammenarbeit! “Ihr habt in den letzten Wochen großartiges geleistet und bis zur Erschöpfung gearbeitet. Vielen Dank für Euer tolles und außerordentliches Engagement”, so Rehm. Nicht vergessen werden dürfen aber auch bei diesem Dank auch die heimischen Feuerwehrkräfte, das Technische Hilfswerk und die Leitstelle, die tagelang den EN-Kreis vor Hochwasser geschützt haben und den Grundschutz der einzelnen Städte sichergestellt haben.

Es wurden bei den überörtlichen Lagen außerhalb des Kreises insgesamt 304 Stunden abgeleistet. Dies sind mit dem eingesetzten Personal über 8.200 Personenstunden. Eine immense Zahl! (ots)

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