Die Journalisten Till Krause (li) und Kay Bandermann vor dem Hoesch-Gasometer (Foto: privat)
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Dortmund. Drei Podcast-Folgen bereits erschienen

Vor 150 Jahren begann in Dortmund die Geschichte des Unternehmens Hoesch. Das Hoesch-Museum publiziert zusammen mit den Dortmunder Autoren Kay Bandermann und Till Krause einen mehrteiligen Audio-Podcast, in dem sie die Geschichte des Hoesch-Konzerns seit seiner Gründung am 1. September 1871 nachzeichnen. Die ersten Folgen von „Hoesch.150 – Wie Stahl eine Stadt prägt“ sind jetzt auf www.hoesch150.de und auf allen gängigen Podcast-Portalen online.

Kein anderes Unternehmen hat Dortmund in den vergangenen zwei Jahrhunderten so tiefgreifend geprägt wie Hoesch. Ohne Hoesch wäre die jüngere Geschichte von Dortmund als größte Stadt des Ruhrgebietes kaum vorstellbar. Ob BVB, Nordstadt, Hoeschpark oder Hafen mit Kanalanschluss: diese Dinge würde es ohne Hoesch vielleicht heute nicht geben. Einerseits setzte der Konzern mit seiner wirtschaftlichen Macht seine Interessen durch; andererseits war er für Zehntausende von Beschäftigten und ihre Familien ein begehrter Arbeitgeber.

Der Name „Hoesch“ ist 2001 vom Werkstor der Westfalenhütte verschwunden – doch der Geist von Hoesch und die von aktiver Mitbestimmung geprägte Mentalität leben weiter und wurden wichtiger Bestandteil der Dortmunder DNA. Diese Geschichte und vor allem die Geschichten der Menschen bei Hoesch werden jetzt in einem Audio-Podcast erzählt. Die freien Journalisten Kay Bandermann und Till Krause wollen damit einen „digitalen Jubliäumsband“ zum 150. Hoesch-Geburtstag abliefern, der auch einstimmt auf die Ausstellung „150 Jahre Arbeit auf der Westfalenhütte“, die von 10. Oktober 2021 bis 21. Januar 2022 im Hoesch-Museum zu sehen sein wird.

Geplant sind 15 Folgen, die chronologisch, aber auch mit Themenschwerpunkten Bekanntes und Neues sowie überraschende Details der drei großen Dortmunder Hoesch-Werke erzählen. Wissenschaftliche Fachleute ordnen die verschiedenen historischen Abschnitte ein, und Menschen u.a. aus Gewerkschaft, Politik oder Sport berichten über ihre Verbundenheit mit Hoesch. Mit dabei sind etwa der Schauspieler Dietmar Bär, BVB-Präsident Reinhard Rauball und der Film-Produzent Leopold Hoesch – ein Nachfahre der Gründer.

Der bekannte Schauspieler Claus Dieter Clausnitzer leiht der Rubrik „Hoesch-Legenden“ seine Stimme. Besonders wichtig sind den beiden Podcastern die Erfahrungen und Erinnerungen der ehemaligen Hoeschianer*innen, die den Talk authentisch bereichern.

Finanziell unterstützt wird das Podcast-Projekt von der Hans-Böckler-Stiftung, dem Verein Hüttenhelden e.V., dem Westfälischen Industrieklub und der Filmproduktionsgesellschaft broadview tv von Leopold Hoesch.

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