Zum wiederholten Mal haben Unbekannte Schutt sowie Bau- und Gartenabfälle illegal im Naturschutzgebiet Ilvericher Altrheinschlinge entsorgt. Passanten haben die wilde Müllkippe über den Mängelmelder der Stadt gemeldet (Fotos: Mängelmelder Stadt Meerbusch)
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Meerbusch. Zum wiederholten Mal haben Unbekannte Schutt sowie Bau- und Gartenabfälle illegal im Landschaftsschutzgebiet an der Ilvericher Altrheinschlinge entsorgt. Der Unrat, der offensichtlich bei der Neugestaltung eines Gartens entstanden ist, wurde durch den Bauhof der Stadt Meerbusch entsorgt. Da die Kosten für die Entsorgung die Allgemeinheit trägt, hat die Stadt Meerbusch Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

„Die Entsorgung von Abfällen ist kein Kavaliersdelikt. Durch den Müll können sich Passanten und Tiere verletzen, außerdem können Gefahrstoffe in die Natur gelangen“, so Dana Frey, Stabsstellenleiterin Umwelt und Klimaschutz bei der Stadt Meerbusch. Sie hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung zu den Verursachern, die die Stadtverwaltung unter der Rufnummer des Umwelttelefons unter 02150 – 916 191 entgegennimmt.

Die illegale Müllentsorgung ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld bis zu 100.000 Euro geahndet werden – je nach Umfang der Verunreinigung. Wenn es um gefährliche Abfälle geht (z. B. Autos mit Ölrückständen), handelt es sich sogar um eine Straftat.

Dabei muss niemand seinen Müll in die Natur schmeißen. Sperrgut und Grünabfälle bis 1,5 Kubikmeter, Elektroschrott, Altpapier, Kabel, Metall, Altglas und saubere Folien in haushaltsüblichen Mengen können kostenlos auf dem städtischen Wertstoffhof in Strümp entsorgt werden. Die Gebühren für die Entsorgung von Bauschutt, Holz, Altreifen und Baumischabfall sind überschaubar. „Außerdem sollten sich Bauherrn immer auch einen Entsorgungsnachweis der Firmen geben lassen, die im Haus oder Garten Arbeiten durchgeführt haben. So kann man sicher sein, dass der Müll auch ordentlich beseitigt wurde“, appelliert Frey.

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