Prof. Dr. Kurt Biedenkopf (Foto: Sächsische Staatskanzlei)
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Bochum. Die Stadt trauert um einen verdienten Wegbereiter der Wissenschaften und einen der Pioniere der heute so vielfältigen Bochumer Hochschullandschaft: Prof. Dr. Kurt Biedenkopf starb Donnerstag, 12. August, im Alter von 91 Jahren in Dresden.

„Kurt Biedenkopf war maßgeblich an der Entwicklung Bochums von einer Industrie- zu einer Wissenschaftsstadt beteiligt“, würdigt Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch den Verstorbenen.

Er hat die Ruhr-Universität Bochum in den 1960er Jahren als Lehrbeauftragter der juristischen Fakultät und als Rektor ab 1967 begleitet und so einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau der noch jungen Hochschule geleistet. Prof. Biedenkopf war damals Deutschlands jüngster Universitätsrektor bevor er sein Wissen und Wirken in die Politik verlagerte. Nach dem Zusammenbruch der DDR prägte er von 1990 bis 2002 als Ministerpräsident von Sachsen maßgeblich den demokratischen Neubeginn des Freistaates.

Prof. Dr. Kurt Biedenkopf war ein hoch angesehener Wissenschaftler und Politiker, der manchmal unbequem, stets unbeirrbar im Dienste der Menschen und ihres Wohlergehens gehandelt hat. Er war ein streitbarer Politiker und engagierter Demokrat, unermüdlich im Einsatz für die Menschen in unserem Land.

„Auch, wenn sein Weg ihn nach seiner Zeit an der Ruhr-Universität nicht mehr oft nach Bochum führte, hat er hier aufgrund seiner Verdienste für die Hochschule unverwischbare Spuren hinterlassen“, so Eiskirch.

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