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Leverkusen/Köln. Nach der Anzeige eines Chefarztes des St. Josef Krankenhauses Wiesdorf haben Staatsanwaltschaft und Polizei Ermittlungen gegen zwei 43 und 52 Jahre alte Pfleger der Geriatrischen Station unter anderem wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung aufgenommen. Die beiden Pfleger sollen Patienten mindestens seit November 2020 ohne ärztliche Anordnung und ohne medizinische Notwendigkeit Medikamente verabreicht haben, um sie ruhig zu stellen. Auf der Station war der überdurchschnittliche Verbrauch von Psychopharmaka bei internen Überprüfungen aufgefallen.

Bei der vom Amtsgericht Leverkusen angeordneten Durchsuchung der Spinde beider Pfleger am 10. September stellte die Polizei mutmaßlich tatrelevante Medikamente sicher. Die Polizei Köln hat eine Ermittlungsgruppe beim Kriminalkommissariat 11 eingerichtet. Vernehmungen von Pflegekräften, Patienten sowie deren Angehörigen dauern noch an. Die beiden Beschuldigten äußern sich nicht zu den Vorwürfen, dürfen die Klinik aber nicht mehr betreten.

Mit Blick auf die laufenden Ermittlungen werden Staatsanwaltschaft und Polizei keine weiteren Details zu den Tatvorwürfen gegen die beiden Pfleger veröffentlichen. Anfragen zum bisherigen Verfahrensstand beantwortet Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer telefonisch unter Tel. 0221477-4271 oder per Mail an pressestelle@sta-koeln.nrw.de. (ots)

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