v.l.n.r. Philipp Einfalt, Olaf Paas, Claudia Gehrmann-Brockmann, Stella Rütten (Foto: DGB)
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Krefeld. Kurz vor der Bundestagswahl hat der DGB-Stadtverband Krefeld im Rahmen eines bundesweiten Pendleraktionstages heute am Hauptbahnhof Krefeld, Pendler unter

dem Motto „Echt gerecht: Die gesetzliche Rente stärken!“ informiert. Verteilt wurden Pendler-Tüten mit einem Rentenrechner und einem Snack.

„Wer sein Leben lang gearbeitet hat, der muss im Alter auch gut von der Rente leben können“, fordert Philipp Einfalt, Vorsitzender des DGB Krefeld. „Diese Leistungszusage war und ist ein zentrales Sicherheitsversprechen unseres Sozialstaats und enorm wichtig für seine Legitimation und Akzeptanz bei den arbeitenden Menschen.” Zu diesem Versprechen gehört aber auch, dass die Menschen eine realistische Chance haben, überhaupt das Rentenalter zu erreichen. Deswegen dürfe in einer älter werdenden Gesellschaft nicht einfach das Rentenalter hoch – und das Rentenniveau runtergeschraubt wird.

Daher fordert der DGB: Die nächste Koalition muss die gesetzliche Rente stärken. “Das Rentenniveau muss dauerhaft stabilisiert und perspektivisch wieder erhöht werden – gerade auch über das Jahr 2025 hinaus“, so Phillip Einfalt. Deutlich spricht sich der Gewerkschafter gegen ein steigendes Rentenalter aus. „Länger arbeiten, weniger und kürzer Rente beziehen – die Zeche dafür zahlt insbesondere die heute junge Generation; das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit.“

Die Frage ist nicht, ob wir uns eine gute Altersvorsorge leisten können, sondern wer sie bezahle. Die Antwort des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften darauf laute: mehr Solidarität.

„Wir brauchen eine Weiterentwicklung der gesetzlichen Rente hin zu einer umfassenden Erwerbstätigenversicherung. Wir brauchen mehr Menschen in Arbeit, die unter den Schutz von Tarifverträgen fallen und anständige Löhne bekommen – denn dem Niedriglohn folgt unmittelbar die Armutsrente. Gute Arbeit, gute Tariflöhne, gute Rente. Das Versprechen, Menschen im Alter nicht vom Wohlstand abzukoppeln, muss weiter gelten“, so Philipp Einfalt abschießend.

Die detaillierten Forderungen des DGB zur Rente und einen Abgleich mit den Programmen der Parteien zur Bundestagswahl finden Sie hier: www.dgb.de/wahlcheck-rente

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