Sebastian Fiedler (Foto: BDK)
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Mülheim an der Ruhr/Essen. Wie schon bei allen Bundestagswahlen seit 2002 bildet die Stadt Mülheim an der Ruhr mit dem Essener Stadtbezirk IV Borbeck den gemeinsamen Bundestagswahlkreis: 118 Mülheim – Essen I. Knapp zwei Drittel der Wahlberechtigten in diesem Wahlkreis kommen aus Mülheim an der Ruhr. Mit der einfachen Mehrheit der Erststimmen wird über den direkten Einzug in den Bundestag entschieden.

Sebastian Fiedler gewinnt bei seiner ersten Kandidatur mit einem Erststimmenanteil von 36,3 % das Direktmandat im Wahlkreis. Damit setzt sich, wie in den letzten 60 Jahren, erneut der SPD-Kandidat durch. Er kann den Vorsprung gegenüber der Zweitplatzierten im Vergleich zur letzten Bundestagswahl 2017 auf 12,3 %-Punkte mehr als verdreifachen.

Astrid Timmermann-Fechter, die für die CDU zum dritten Mal im Wahlkreis angetreten ist, kommt nach einem deutlichen Verlust von 7,4 %-Punkten nur noch auf 24,0 %. Als Nummer 10 der Landesliste der Union gelingt ihr trotzdem, wie 2013, der Einzug in den Bundestag, den sie 2017 verpasst hatte.

Damit vertreten wieder zwei Abgeordnete den Mülheimer Wahlkreis im Bundestag. Die anderen zehn Wahlkreiskandidat:innen verpassen den Einzug in den Bundestag.

( © Stadt Mülheim an der Ruhr)

Franziska Krumwiede-Steiner, die für die GRÜNEN zum zweiten Mal angetreten ist, konnte ihr Ergebnis auf 14,1 % mehr als verdoppeln. Trotz des bisher besten Erststimmen-Ergebnisses für ihre Partei verpasst sie den Einzug in den Bundestag denkbar knapp, da die Landesliste der GRÜNEN, auf der sie Platz 29 einnimmt, nur bis Platz 28 gezogen hat.

Der FDP-Kandidat Joachim vom Berg kommt mit 8,6 % auf ein ähnliches Ergebnis wie 2017. Alexander von Wrese von der AfD muss deutlichere Verluste hinnehmen und kommt noch auf 8,5 %.

Noch stärker verliert der Kandidat der Linkspartei, Eliseo Francesco Maugeri, gegenüber seinem Vorgänger 2017. Er fällt mit 2,7 % auf Rang 6 zurück. Von den anderen sechs Direktkandidat:innen bekommt allein Pascal Marius Plew von DIE PARTEI mehr als 2,0 % der Stimmen. Horst Bilo (parteilos, Einzelbewerber) und Nicole Weber (dieBasis) bekommen jeweils mehr als 1 % der Erststimmen. Es folgen Joachim Heinrich Kluft (FREIE WÄHLER), Hannes Stockert (MLPD) und Peter Köster von der DKP mit weniger als 1 % der Erststimmen.

( © Stadt Mülheim an der Ruhr)

Die Bundestagswahl in Mülheim an der Ruhr

Die weitere Kommentierung in dieser Schnellinformation konzentriert sich auf die Ergebnisse und Entwicklungen in der Stadt Mülheim an der Ruhr.

Der Sozialdemokrat Sebastian Fiedler gewinnt auch in Mülheim an der Ruhr die meisten Erststimmen. Er kann den Vorsprung gegenüber der Zweitplatzierten im Vergleich zur letzten Bundestagswahl 2017 auf 11,3 %-Punkte mehr als verfünffachen. Mit 2.500 Stimmen liegt er vor dem Zweitstimmenergebnis der SPD. Er legt aber weniger stark zu als seine Partei.

Astrid Timmermann-Fechter verliert in Mülheim an der Ruhr deutlich stärker als die UNION Zweitstimmen. Damit bekommt sie nur noch 13 Stimmen mehr als die CDU.

Der Kampf um die Erststimme wird in der Regel zwischen den Kandidat:innen der beiden stärksten Parteien ausgetragen, da nur die/derjenige mit den meisten Stimmen das Direktmandat gewinnen kann. Diesmal kann Franziska Krumwiede-Steiner von den GRÜNEN ihr Erststimmenergebnis mehr als verdoppeln und damit auf Platz 3 vorrücken, ohne allerdings wirklich in den Kampf um das Direktmandat eingreifen zu können.

( © Stadt Mülheim an der Ruhr)
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