Gemeinsames Gruppenfoto der Mitarbeitenden des Impfzentrums mit Oberbürgermeister Daniel Schranz (vordere Reihe, li.) und Krisenstabsleiter Michael Jehn (vordere Reihe, 3.v.l.) (Foto: Stadt Oberhausen/Tom Thöne)
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Oberhausen. Im Rahmen einer internen Feier haben Oberbürgermeister Daniel Schranz und Krisenstabsleiter Michael Jehn am Freitag, 1. Oktober, den über 140 Mitarbeitenden des Impfzentrums für ihre geleistete Arbeit gedankt. Bekanntlich schloss das Zentrum zum 30. September seine Pforten, ab sofort übernehmen die niedergelassenen Ärzte die Impfungen gegen Covid-19.

„Neben dem Pflegepersonal in den Krankenhäusern, den Ärztinnen und Ärzten in Kliniken und Praxen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben Sie in den vergangenen neun Monaten mit die wichtigsten Jobs in der Bekämpfung der Corona-Pandemie gehabt“, hob Oberbürgermeister Schranz hervor – und betonte: „Sie haben, das steht außer Zweifel, mit Ihrem Einsatz viele Menschenleben gerettet und viele schwere Covid-Erkrankungen verhindert.“ Dafür danke er den Einsatzkräften nicht nur im Namen der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger, sondern auch ganz persönlich.

Auch Krisenstabsleiter Michael Jehn war voll des Lobes: „Das gesamte Team im Impfzentrum hat Großes geleistet, für das wir sehr dankbar sind. Eine sehr gute Organisation und ein hervorragender Teamgeist haben so viele Impfungen in kürzester Zeit möglich gemacht. Menschenleben wurden dadurch gerettet. Wir geben das Impfgeschehen nunmehr in die Hände der niedergelassenen Ärzte und rufen alle Ungeimpften auf, sich jetzt dort impfen zu lassen.“

 


Beeindruckende Bilanz: Impfzentrum in der Willy-Jürissen-Halle 

Es war Punkt 14 Uhr, als am 8. Februar 2021 die ersten Oberhausenerinnen und Oberhausener die Willy-Jürissen-Halle in der Goebenstraße betraten, um sich dort impfen zu lassen. Aus der Sporthalle war im Dezember 2020 innerhalb weniger Tage ein komplettes Impfzentrum entstanden, das zwei Monate später auf Weisung des NRW-Gesundheitsministeriums seinen Betrieb aufnahm. In den kommenden acht Monaten folgten über 163.000 weitere Impfungen (in der Halle und bei mobilen Einsätzen). Bis zu 1.445 Menschen wurden an einem einzigen Tag geimpft, bis zu sechs Impfstraßen wurden eingerichtet, bis zu 45 Personen arbeiteten zeitgleich in der Impfhalle. Insgesamt war sie über 2.660 Stunden geöffnet. Es ist eine beeindruckende Bilanz, die mit dem letzten Öffnungstag des Impfzentrums, dem 30. September 2021, gezogen werden kann.

Hervorzuheben ist die ausgezeichnete Kooperation aller Beteiligten: Feuerwehr, Ärzteschaft, Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, die Hilfsorganisationen ASB, DRK und Johanniter, Apothekerinnen und Apotheker, pharmazeutisches und medizinisches Personal, SBO, Security und Stadt sorgten für einen geordneten Ablauf, sowohl in als auch außerhalb der Halle. Diese gute und fachkundige Kooperation bewährte sich, wenn beispielsweise innerhalb kürzester Zeit auf Erlasse reagiert werden musste, so etwa als die Priorisierung aufgehoben oder eine Impfung ohne Terminvereinbarung ermöglicht wurde. Auch dann kam es nur an ganz wenigen Tagen zu längeren Warteschlangen. Die Mitarbeitenden der Halle handelten schnell und flexibel.

Bis zum 7. Oktober 2021 wird nun das Mobiliar abgebaut und eingelagert, um es im Bedarfsfall wieder nutzen zu können. Die Willy-Jürissen-Halle ist nach den Herbstferien wieder den Schul- und den Vereinssport geöffnet.

Die Stadtverwaltung plant weitere mobile Impfaktionen. Details gibt der Krisenstab zeitnah bekannt.

 

Daten zum Impfzentrum

– der älteste Impfling war 104 Jahre

– über 162.000 Impfungen in der Verantwortung des Impfzentrums, davon wiederum etwa 12.500 bei mobilen Impfeinsätzen. Insgesamt in Oberhausen über 276.000 Impfungen, über 133.000 Personen sind vollständig geimpft.

– verwendete Impfstoffe: Biontech (rund 123.400 Impfungen), Moderna (rund 18.600), AstraZenca (rund 17.900), Johnson&Johnson (rund 2100)

– bis zu sechs Impfstraßen waren eingerichtet.

 

Hintergrund zur Einrichtung des Impfzentrums:

Nur zwei Wochen benötigte die Feuerwehr Oberhausen, um zusammen mit den Hilfsorganisationen und vielen Oberhausener Handwerksbetrieben das Impfzentrum Oberhausen in der Willy-Jürissen-Halle einzurichten. Am 17. Dezember fand mit 40 Auszubildenden der Stadt Oberhausen ein erfolgreicher Testlauf statt.

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