(Foto: Feuerwehr Velbert)
Anzeige

Velbert. Am Dienstag, 05.10.2021,um 12:14 Uhr wurde die hauptamtliche Wache und die Löschzüge Velbert-Mitte sowie der Rettungsdienst der Feuerwehr Velbert zu einem Kaminbrand auf der Mozartstraße in Velbert-Mitte alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte war die Mozartstraße bereits massiv verraucht und aus dem Kamin drang dichter dunkler Rauch. Nachdem die Bewohner aus dem Haus verbracht wurden, wurde eine Drehleiter in Stellung gebracht und von der Oberseite des Kamins spezielles Kehrgerät vorgenommen, um den brennenden Ruß im Inneren des gemauerten Kamins zu lösen.

Ein zweiter Trupp sorgt an der Unterseite des Kamins dafür, dass der abgetragene Ruß und die Asche aus dem Kamin entfernt und zum ablöschen ins frei verbracht wurde. Zeitnah wurde der zuständige Bezirksschornsteinfeger zu dem Einsatz hinzugezogen. Im Regelfall sind diese Maßnahmen nach kurzer Zeit zielführend und die Einsatzstelle zügig abgearbeitet.

Jedoch wurden die Maßnahmen der Feuerwehr bedingt durch massive Rußablagerungen erschwert. So setzt sich der Kamin immer wieder zu und der Rauch verbreitete sich in dem Wohngebäude sowie in Teilen des Dachbereiches. Um eine eventuelle Ausbreitung des Feuers auf das Haus und die direkt angrenzende Doppelhaushälfte zu verhindern, wurden die betroffenen Räume und der Dachstuhl engmaschig durch Trupps unter Atemschutz mit Wärmebildkameras kontrolliert. In Zusammenarbeit mit den Bezirksschornsteinfegern wurde fortlaufende die Entfernung des Rußes aus dem Kamin von der Ober- und Unterseite durchgeführt.

Dies führte dazu, dass zeitweise bis zu 50 cm – große Stichflammen aus dem Kamin kamen. Diese Maßnahmen mussten über eine längere Zeit mit einem hohen Personalaufwand durchgeführt werden. Anschließend entschied die Einsatzleitung, um einen besseren Erfolg der Maßnahmen zu erreichen, eine seitliche Öffnung aus einer Wohnung in das Mauerwerk des Kamins zu schaffen. Auch diese Maßnahme ist bei solch einem Einsatzstichwort nicht alltäglich, sorgt aber durch seine Effektivität für den gewünschten Erfolg.

So konnten durch diese geschaffene Öffnung eine massive Verkrustung des Rußes durchbrochen werden. Im Anschluss wurde der Kamin gemeinsam mit den Schornsteinfegern abschließend kontrolliert und die Wohngebäude begangen.

Die Einsatzstelle konnte um 20:20 Uhr dem Eigentümer übergeben werden. Personen wurden nicht verletzt. Die Höhe des genauen Sachschadens ist derzeit nicht bekannt. Aufgrund des hohen Personalbedarfs wurden im Verlauf noch Kräfte aus dem Einsatzbereich Neviges und Langenberg zu der Einsatzstelle hinzugezogen.

Ein besonderer Dank gilt den Nachbarn, die für die Zeit des Einsatzes nicht nur den Bewohnern des Hauses Obhut baten, sondern auch den Einsatzkräften der Polizei und Feuerwehr ihre Garage als Wetterschutz zur Verfügung stellten und diese mit Kaffee und Gebäck versorgten. (ots)

Beitrag drucken
Anzeigen