(Foto: Jörg Dembinski / Spielbilder Werkselfen TSV Bayer 04 Leverkusen)
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Leverkusen. Aus dem im Vorfeld als „Duell der Enttäuschten“ – beide Teams schieden zuletzt gegen unterklassige Teams aus dem DHB-Pokal aus – betitelten Spiel zwischen dem BSV Sachsen Zwickau und dem TSV Bayer Leverkusen ist der Aufsteiger aus Sachsen als verdienter Sieger hervorgegangen.

Während die Zwickauerinnen mit dem 29:22-Erfolg den ersten Saisonsieg einfuhren und damit die Scharte der Pokalpleite ausmerzten, gab es für die Werkselfen eine weitere Enttäuschung.

„Leverkusen hat die gesamte Spielzeit keinen Zugriff auf das Spiel gefunden“, resümierte Ex-Nationalspielerin Alexandra Uhlig, die in ihrer aktiven Zeit für beide Vereine aktiv war, am Mikrofon des Livestreams bei Sportdeutschland.TV.

Eine Einschätzung, die auch Leverkusens Trainer Martin Schwarzwald teilte: „Wir hätten in den ersten Minuten deutlich mehr Zugriff haben müssen, um heute eine Chance zu haben. Wir hatten darüber hinaus zu viele Ausfälle zu beklagen sowie Spielerinnen, die erst wieder aus Verletzungspausen zurückgekehrt waren.“

Zwar waren mit Svenja Huber, die Kapitänin machte ihr ersten Saisonspiel, sowie Marija Kaludjerovic zwei zuletzt schmerzlich vermisste Spielerinnen wieder an Bord, doch zum Ausfall von Lilli Holste (Mittelhandbruch am Mittwoch) gesellte sich am Freitag auch noch Zoë Sprengers. Die niederländische Nationalspielerin und Führende in der Torschützenliste der Handballbundesliga knickte im Training um und erweiterte die Liste von Ausfällen im Bayer-Trikot.

„Der Ausfall von Zoë war für das gesamte Team mental schwer zu verdauen. Hinzu kam, dass Annefleur Bruggeman und Emilia Ronge mit schweren Erkältungen zu kämpfen hatten, sich aber in den Dienst der Mannschaft gestellt haben. Das waren alles in allem keine guten Voraussetzungen für uns“, so Schwarzwald, der den verdienten Zwickauer Sieg anerkennen musste.

So rannten die Werkselfen vom Start einem Rückstand hinterher. Schnell lag das Bayer-Team mit 1:5 (8. Minute) in Rückstand und war lediglich beim 8:9 in der 19. Minute einmal in Schlagdistanz. Dass es nicht für mehr langte, lag auch an einer ehemaligen Werkselfe. BSV-Torhüterin Nele Kurzke, von 2018 bis 2020 in Leverkusen unter Vertrag, hatte einen Glanztag mit 40,54 Prozent gehaltener Bälle, darunter zwei Siebenmeter, erwischt.

Während die Werkselfen mit nunmehr 4:6-Punkten weiter auf Rang zehn rangieren, kletterte Zwickau durch die ersten zwei Punkte auf den 11. Tabellenplatz vor. Weiter geht für das Bayer-Team am kommenden Sonntag gegen den Buxtehuder SV. Die Niedersachsen siegten deutlich 34:22 gegen Bensheim/Auerbach und gehören auf Rang fünf der erweiterten Spitzengruppe an.

 

Die Spielstatistik:

BSV Sachsen Zwickau – TSV Bayer 04 Leverkusen 29:22 (17:10)

Zwickau: Zenner, Kurzke (1), Szott; Wick, Hausherr (1/1), Rösicke, Magnusdottir (4), Adams (5/3), Fege, Nagy (4), Stojkovska, Choinowski (4), Pester (3), Hrvatin (4), Frankova, Ertl (3); Trainer: Norman Rentsch.

Leverkusen: Graovac, Zuzic; Thomaier (5/2), Jurgutyte (4), Hinkelmann, Klein (4), Cormann, Bruggeman (2), Kaludjerovic (2), Ronge (1), Huber (3), Veit (1); Trainer: Martin Schwarzwald.

SR: Heine/Standke (Wendeburg/Göttingen) – Z: 370. – Zeitstrafen: 10:10 Minuten (Pester/zweimal, Adams, Nagy, Choinowski – Thomaier/zweimal, Cormann, Kaludjerovic, Huber). – Siebenmeter: 4/4:6/2 (Thomaier an den Pfosten/22., Huber scheitert an Kurzke/34., Thomaier an die Latte/47., Ronge scheitert an Kurzke/59.). – Spielfilm: 1:0 (1.), 1:1 (4.), 5:1 (8.), 6:4 (10.), 8:5 (13.), 9:8 (19.), 14:8 (24.), 17:10 (29.) – 18:10 (32.), 20:12 (37.), 22:14 (41.), 22:17 (42.), 25:18 (50.), 25:19 (51.), 28:19 (55.), 29:21 (60.), 29:22 (EN).

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