( © )
Anzeige

Moers. Die Bilder des französischen Malers Henri Matisse sind weltberühmt. Neben Pablo Picasso zählt er zu den bedeutendsten Künstlern der klassischen Moderne. „Lebensfreude“ heißt eines seiner bekannten Bilder. Der Künstler persönlich hatte eine eingeschränkte Lebensfreude, den er litt viele Jahre unter Hernien, die seine Lebensqualität stark beeinflussten. Er starb am 3. November 1954 in Nizza. Sein Todestag ist Anlass für den „Tag der Hernie“.

Das Wort Hernie stammt aus der griechischen Sprache und bedeutet Knospe oder Spross. Hernien sind innere Brüche an Eingeweiden bzw. an der Bauchwand. Dazu gehören zum Beispiel Leistenbrüche, Zwerchfellbrüche, Nabelbrüche, Narbenbrüche im Bereich von Operationsnarben oder Brüche in der Nähe von künstlichen Darmausgängen.

„Mindestens ein Drittel aller Männer entwickelt im Laufe des Lebens einen Leistenbruch“, so Dr. Marc Alexander Renter, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am St. Josef Krankenhaus und er fügt hinzu: „Bei Frauen ist das Risiko wesentlich geringer. Nur 3 – 6 % der weiblichen Bevölkerung erleiden einen Leistenbruch.“ Jährlich werden in Deutschland mehr als 350.000 Patienten mit Hernien chirurgisch versorgt. „Eine dauerhafte Heilung ist nur durch eine Operation möglich“, erklärt der Chefarzt, „es gibt jedoch heutzutage immer mehr innovative OP-Verfahren, die es ermöglichen, betroffene Patienten besonders schonend zu behandeln.“ Hernienoperationen gehören zu den häufigsten Operationen in Deutschland überhaupt.

Anlässlich des Hernientages informiert Dr. Renter über die verschiedenen Hernienerkrankungen und zeigt auf, wie diese in einem spezialisierten Hernienzentrum behandelt werden. Nach dem Vortrag gibt es die Möglichkeit Fragen zu stellen.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 3. November 2021 in der Zeit von 16:30 bis 18:00 Uhr im Veranstaltungsraum Bistro Auszeit des St. Josef Krankenhauses statt. Eine telefonische Anmeldung unter der Rufnummer 02841 107-12482 ist werktags in der Zeit von 09:00 bis 15:00 Uhr erforderlich. Teilnahme entsprechend der 2G-Regel; Besucher werden gebeten, ihren Impfausweis bzw. Genesenennachweis mitzubringen. Die Veranstaltung findet nach den geltenden Hygieneregeln statt (Händehygiene, medizinischer Mund-Nasen-Schutz erforderlich).

Beitrag drucken
Anzeigen