Das Füttern von Tauben ist nach der Ordnungsbehördlichen Verordnung über die öffentliche Sicherheit und Ordnung auf den Verkehrsflächen und Anlagen in der Stadt Krefeld untersagt. Ein Verstoß gegen das Taubenfütterungsverbot kann mit Bußgeld von 50 bis 1.000 Euro geahndet werden (Foto: Rudy-und-Peter-Skitterians / Pixabay)
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Krefeld. Derzeit lässt sich vermehrt beobachten, dass an verschiedenen Stellen in der Stadt große Mengen von Körnern und Brot in die Grünanlagen gelangen. Insbesondere rund um den Hauptbahnhof streuen einige Mitbürger häufig unkontrolliert diese Lebensmittel, um damit die Tauben zu füttern. Das ist ein wahrscheinlich gut gemeinter aber tatsächlich ziemlich schlechter Eingriff in die Natur, der den Vögeln schadet. Das Füttern von Tauben ist deshalb nach der Ordnungsbehördlichen Verordnung über die öffentliche Sicherheit und Ordnung auf den Verkehrsflächen und Anlagen in der Stadt Krefeld untersagt. Ein Verstoß gegen das Taubenfütterungsverbot kann mit Bußgeld von 50 bis 1.000 Euro geahndet werden.

Das reiche Futterangebot und das Stadtklima ermöglichen Tauben die Fortpflanzung das ganze Jahr über. Da die Tiere häufiger als normal brüten, ziehen sie schwache Jungtiere auf, manche verenden nach kurzer Zeit. Anstatt nach natürlichem, abwechslungsreichem Futter zu suchen, nehmen die Tauben das ausgestreute einseitige Futtermittel und bekommen Mangelerscheinungen. Die hohe Populationsdichte verursacht bei den Tieren zudem Stress. In der Folge nehmen Krankheiten und Parasitenbefall zu. Da Tauben keine natürlichen Feinde in der Stadt haben, überleben auch kranke Tiere und übertragen untereinander Krankheiten.

Zu viele Tauben hinterlassen große Mengen an Taubenkot. Dieser führt zu Verunreinigungen an Gebäuden, Fassaden sowie Plätzen und verursacht hohe Reinigungskosten. Zudem werden durch das Auslegen des Futters beispielsweise auch Ratten angelockt. Deshalb bittet die Stadt Krefeld ihre Bürgerschaft eindringlich, das Fütterungsverbot zu beachten.

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