In dem circa 300 qm großen Hotel stellten die Beamten circa 1.500 Pflanzen sicher (Foto: Polizei)
Anzeige

Mettmann. Beamte der Kriminalpolizei der Kreispolizeibehörde Mettmann haben am Freitagmittag, 05.November 2021, in einem ehemaligen Hotel an der Bismarckstraße in Mettmann eine illegale Cannabisplantage entdeckt. Die Beamten stellten circa 1.500 Pflanzen sicher und nahmen zwei Männer im Alter von 31 und 20 Jahren fest.

Ungewohnte Aktivitäten in einem ehemaligen Hotel an der Bismarckstraße in Mettmann erregten in den vergangenen Tagen die Aufmerksamkeit der Polizei Mettmann. Erste Ermittlungen erhärteten den Verdacht, dass die Räumlichkeiten für eine illegale Cannabisplantage umgebaut worden waren. Mitarbeiter des zuständigen Kriminalkommissariats Ratingen übernahmen die weitere Bearbeitung und erwirkten nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Wuppertal einen Durchsuchungsbeschluss, welcher am Freitagmittag (05. November 2021) vollstreckt werden konnte.

In dem circa 300 qm großen Haus trafen die Beamten auf zwei aus Osteuropa stammende Männer im Alter von 31 und 20 Jahren, welche nach dem derzeitigen Erkenntnisstand ohne festen Wohnsitz in Deutschland leben. Außerdem stellten die Einsatzkräfte eine professionelle großangelegte Cannabisplantage fest. In den Räumen des seit langem außer Betrieb befindlichen Hotels waren nahezu sämtliche Zimmer, inklusive der im Keller befindlichen Bundeskegelbahn, als Plantage umgebaut.

Die Beamten stellten bei einer ersten Inaugenscheinnahme insgesamt etwa 1.500 Cannabispflanzen in unterschiedlichen Wachstumsstadien sowie professionelles Equipment zur Aufzucht der Pflanzen fest und stellten diese mit Hilfe zahlreicher Einsatzkräfte und eines Abschleppunternehmens sicher. An dem Einsatz waren zwischenzeitlich circa 60 Polizeibeamte beteiligt.

Die vor Ort angetroffenen Männer wurden als Tatverdächtige vorläufig festgenommen.

Nach ersten Schätzungen von ebenfalls am Einsatz beteiligten Kräften des Landeskriminalamtes NRW dürfte der Ertrag dieser Plantage jährlich bis zu zwei Millionen Euro als “Straßenverkaufswert” generiert haben.

Die Polizei leitete gegen die Tatverdächtigen ein Strafverfahren ein. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen dauern derzeit an. (ots)

Beitrag drucken
Anzeigen