Brudermeister Henry Slagmeulen mit dem Vorsitzenden des örtlichen Lions Club Deutschland Christian Austermann (beide Mitte) sowie Schützenbruder Benjamin Daniels (l.) und rechts Jens Verheyen, Johannes Schuck und Andreas Gevelding vom Lions Club (Foto: privat)

Emmerich am Rhein. Am 20. November 2021 war es endlich soweit – der Brudermeister der St. Martinusschützenbruderschaft Elten-Grondstein e.V., Henry Slagmeulen, konnte vor Ort in Blessem stolz einen symbolischen Scheck in Höhe von 10.671,-€  an den Lions Club Voreifel übergeben. Begleitet wurde er hierbei von Benjamin Daniels und Jens Verheyen, zwei Schützenbrüder, die bereits kurz nach dem Unglück innerhalb von 48 Std. einen Konvoi mit Sachspenden in das Katastrophengebiet gebracht hatten. Seitdem stand man stets im direkten Austausch mit den Hilfsorganisationen vor Ort.

Organisiert durch den Lions Club, unter Einbeziehung der jeweiligen Ortsbürgermeister/-vorsteher, erfolgt nun die gezielte Verteilung der Spendengelder an die bedürftigen Menschen und Einrichtungen, die durch die Flutkatastrophe ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben.

Um den freundlichen Geldspendern zu verdeutlichen, in welchen Feldern unsere Spendengelder bis dato mit eingeflossen und verwendet wurden:

  • In der ersten Phase wurde sich unter anderem stark auf betroffene Tagesmütter konzentriert, die alle persönlich aufgesucht wurden und die durch schnelle Hilfen wieder in der Lage waren ihre wichtige Arbeit aufzunehmen. Zusätzlich konnte durch die Helfer vor Ort ein Ausweichquartier für eine Kindertagesstätte und ein dazugehörendes Außengelände wieder in Stand gesetzt werden.
  • In Erftstadt war es vor allem die Erft, die Überschwemmungen verursacht hat und in Zülpich viele kleine, nahezu unbekannte Bäche. Hier wurden umfangreiche Aufräumarbeiten geleistet und dafür Sorge getragen, dass die Flüsse und Bäche nahezu wieder in ihre alte „Läufe“ zurückgeführt wurden.
  • Besonders stark betroffenen Privathaushalten (insgesamt 25 Haushalte) wurden schnelle Soforthilfen ausgezahlt, die Haushalte befinden sich in den o.g. Ortsteilen und wurden aus Gesprächen und persönlichen Besuchen in Zusammenarbeit mit den Ortsbürgermeistern ausgewählt.
  • Viele Vereinsheime liegen direkt an Flüssen und Bächen und wurden zerstört. Der schnelle Wiederaufbau bzw. die schnelle Wiederaufnahme der Jugendarbeit konnte für 12 Vereine, die alle stark in der Jugendarbeit engagiert sind, unterstützt werden.
  • Aber auch im Bereich der „Nachsorge“ konnte bereits einiges erreicht werden: so wurde als Arbeitsplatz eine halbe Personalstelle für flutgeschädigte Familien geschaffen, die psycho-soziale Unterstützung brauchen. Dieses erfolgte in Zusammenarbeit mit der Caritas und ist zunächst für drei Jahre abgedeckt!

Vorangegangen war im Sommer nach der verheerenden Flutkatastrophe der große Solidargedanke in der Bruderschaft. So wurde schnell zu einer Spendenaktion für die Opfer der Flutkatastrophe unter dem Motto „Elten hilft…“ aufgerufen. Hier brachten sich maßgeblich die beiden Schützenbrüder Benjamin Daniels und Jens Verheyen aktiv in das Sammeln ein. Nicht nur dass die beiden direkt nach der Katastrophe die Sammelaktion für Kleidung, Spielzeug und Werkmaterialien auf die Beine gestellt haben, sondern dass auch auf ihre Initiative hin die Spendensammlung, unterstützt durch die Bruderschaft, aufgebaut wurde.

Neben Einzelspenden aus den Schützenzügen und von Privatpersonen hatte der Vereinsvorstand beschlossen, einen Betrag in Höhe von 1000,-€ zu spenden. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde von den anwesenden Schützenbrüdern angeregt, diesen Betrag um 3.500, – € zu erhöhen – sodass allein aus der Vereinskasse insgesamt 4.500, -€ für die Opfer gespendet werden. Darüber hinaus wurde auch der Schützenzug 30 selbst aktiv. Nicht nur, dass dieser einen LKW-Transport mit dringend benötigtem Trinkwasser in die betroffene Region auf eigene Kosten entsendete, auch das Zugmitglied Kai Sterbenk verbrachte eine Woche seines Jahresurlaubs vor Ort und packte tatkräftig bei den Aufräumarbeiten im Hochwassergebiet mit an.

„Wir können Ihnen nicht mit Worten beschreiben, wie dankbar die Menschen in unserer Region sind, wie groß ihre Freude und Dankbarkeit über die Hilfe ist, aber seien Sie versichert, dass Ihre Spenden gut und sinnvoll verwendet wurden und weiterverwendet werden, um Not zu lindern“, so der Präsident des Lions Club Voreifel, Christian Austermann. Die Hilfsaktion der Bruderschaft erfolgte getreu dem Motto der Schützen: “Glaube – Sitte – Heimat!“

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