Dr. Christoph Werry (Foto: St. Vinzenz-Hospital Dinslaken)

Dinslaken. Dr. Christoph Werry ist seit dem 01. Januar 2022 neuer Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie mit Alterstraumatologie und Sportmedizin. Er ist bereits seit sechs Jahren als Geschäftsführender Oberarzt am St. Vinzenz-Hospital tätig und wird der Nachfolger von Dr. Wolfgang Zinser, der Mitte 2022 auf eigenen Wunsch das Haus verlässt.

„Dr. Zinser hat eine großartige Klinik aufgebaut, die auch überregional einen sehr guten Ruf genießt. Unter seiner Leitung durfte ich in den vergangenen sechs Jahren bereits einen starken Einfluss auf die Entwicklung der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie nehmen. Daher ist es mir eine besondere Ehre meine Arbeit nun als Chefarzt hier in Dinslaken fortsetzen zu dürfen“, so Dr. Werry.

Dr. Werry besitzt neben dem Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Orthopädie die Zusatzbezeichnungen „Spezielle Orthopädische Chirurgie“ sowie „Spezielle Unfallchirurgie“ und ist zertifizierter „Knorpelspezialist“. Seine chirurgischen Schwerpunkte liegen neben der Traumatologie in minimalinvasiven Operationstechniken, insbesondere am Schulter- und Hüftgelenk sowie auf dem Gebiet der Gelenkerhaltenden Chirurgie. Neben seiner klinischen Tätigkeit ist er regelmäßig als Referent und Instruktor bei nationalen und internationalen Fortbildungsveranstaltungen und Kongressen tätig.

 

Oberste Priorität: Individuelle Therapie

Oberste Priorität seiner täglichen Arbeit hat für den neuen Chefarzt die Erarbeitung einer individuell zugeschnittenen Therapie für seine Patienten. „Eine intensive Kommunikation zwischen Arzt und Patient mit Erläuterung konservativer und operativer Behandlungsmethoden ist bereits ab dem ersten Kontakt in der Sprechstunde das Fundament der Vertrauensbildung“, so Dr. Werry. Dazu gehört für ihn auch die enge Zusammenarbeit und der persönliche Austausch mit den zuweisenden niedergelassenen Kollegen.

Die Auswahl der Therapie ist immer auf das Wohl des Patienten ausgerichtet. Die Notwendigkeit einer Operation wird stets nach strengen Kriterien geprüft, um unnötige Eingriffe sicher zu vermeiden.

„Das Fachgebiet der Orthopädie und Unfallchirurgie ist komplex und ich finde es beeindruckend, welche chirurgischen und technischen Behandlungsmöglichkeiten wir heute haben, doch bei allen Entwicklungen in der Medizin steht für uns immer der Mensch im Mittelpunkt“, so Dr. Werry weiter.

 

Wöchentliche Sprechstunden und interdisziplinäre Zusammenarbeit

Im Orthopädisch-Chirurgischen-Aufnahmezentrum (OCA) der Klinik bieten Dr. Werry und sein Team täglich themenspezifische Sprechstunden an, in denen mit Hilfe einer detaillierten Untersuchung einschließlich bildgebender Verfahren die Ursache der Beschwerden identifiziert wird, denn „die richtige Diagnose ist der Grundstein für eine erfolgreiche Therapie“, erklärt Dr. Werry. Die Behandlung mit Ziel der Schmerzfreiheit erfolgt dann, wenn notwendig, auch interdisziplinär mit den kooperierenden Fachabteilungen wie der Anästhesie, Wirbelsäulenchirurgie und Schmerztherapie.

 

Bewährtes fortsetzen – Innovationen vorantreiben

Gelenkerhalt fördern

Als Mitglied des Vorstandes im Verein „Qualitätskreis Knorpel-Repair & Gelenkerhalt e.V.“ legt Dr. Werry besonderen Wert auf konservative und operative Behandlungsmethoden mit denen körpereigene Gelenke möglichst lange erhalten bleiben können. Mit dieser Philosophie setzt er den seit vielen Jahren bestehenden Grundsatz der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am St. Vinzenz-Hospital fort. Nicht nur Knorpel kann rekonstruiert werden, sondern auch gelenkstabilisierende Strukturen, wie beispielsweise ein verletztes Kreuzband, können erhaltend operativ versorgt werden. Mit dem hierzu eingesetzten Ligamys-Verfahren hat Dr. Werry seit vielen Jahren große Erfahrung und leitet bereits seit 2018 das internationale Hospitationszentrum am St. Vinzenz Hospital.

 

Wenn Gelenkersatz, dann minimalinvasiv

Für den Ersatz des Hüftgelenks bietet der Chefarzt eine spezielle minimalinvasive Technik an. Mit dieser Technik ist es möglich, das Kunstgelenk zu implantieren, ohne die Muskulatur zu durchtrennen. Sie wird lediglich zur Seite gehalten und bleibt bei diesem schonenden Eingriff unbeschadet. Das Team um Chefarzt Dr. Werry hat sich bereits seit einigen Jahren mit der von ihm an die Klinik gebrachten Technik vertraut machen können. „Es passt wunderbar in das Konzept unseres Schnellläuferprogramms, weil die Patienten sehr früh wieder fit sind“ erklärt Dr. Werry, der diesen Zweig der Orthopädie weiter ausbauen möchte.

 

Ausbau des Fachbereichs der Schulterchirurgie

Zudem ist es Dr. Werry eine Herzensangelegenheit den seit Jahren von ihm geleiteten Fachbereich der Schulterchirurgie weiter auszubauen: „Besonders die Schulterchirurgie, von der einfachen Schulterarthroskopie bis hin zur komplexen Wechselendoprothetik, ist ein spannender Bereich, in dem ich mich zu Hause fühle und der mir immer wieder aufs Neue größte Freude bereitet. Wir genießen auf diesem Gebiet seit einigen Jahren einen sehr guten Ruf. Um den hohen Andrang an Behandlungen zu bewältigen, haben sich zu meiner Freude einige Kolleginnen und Kollegen sehr gut in mein Spezialgebiet eingearbeitet. Hierdurch wird es möglich sein, der weiter steigenden Anzahl an Patienten mit Schultererkrankungen eine optimale Therapie anzubieten“.

Regionaldirektor Hans-Peter Tappe ist sich sicher, „dass wir mit Dr. Werry einen Nachfolger gefunden haben, dem unser Haus seit vielen Jahren bereits vertraut ist und auf dessen Qualifizierung und Erfahrung wir und vor allem unsere Patienten zuverlässig zählen können“.



Zur Person:

Dr. med. Christoph Werry, Jahrgang 1977, ist gebürtiger Dinslakener. Sein Studium begann er 1998 an der FU Berlin und wechselte 1999 an die Universität Duisburg-Essen. Seine berufliche Karriere begann er 2004 im Evangelischen Krankenhaus Dinslaken. 2008 setzte Dr. Werry die Weiterbildung zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie am St. Agnes Hospital Bocholt fort. Nach mehrjähriger Erfahrung als Oberarzt kehrt Dr. Werry 2015 in seine Heimatstadt und an das St. Vinzenz-Hospital als Geschäftsführender Oberarzt zurück.

Dr. Werry ist verheiratet und hat drei Kinder. Die Familie bietet ihm den größten Rückhalt und gleichzeitig den Ansporn für seine berufliche Entwicklung. In seiner Freizeit findet Herr Dr. Werry als begeisterter Koch einen vielseitigen Ausgleich zum arbeitsintensiven Alltag.



Über die Klinik:

Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie mit Sportmedizin und Alterstraumatologie befasst sich mit der stationären und ambulanten Behandlung nahezu aller Erkrankungen des orthopädischen und unfallchirurgischen Spektrums.

Die Klinik ist als lokales Traumazentrum innerhalb des Traumanetzwerkes Ruhrgebiet der DGU zertifiziert und nimmt am Verletztenartenverfahren nach §6 der Berufsgenossenschaften teil. Im Jahr 2016 wurde der Klinik das Zertifikat EndoProthetikZentrum (Clarcert) verliehen. Auf Grund der besonderen Expertise im Gebiet der Knorpelzelltransplantation wurde die Klinik bereits 2012 mit dem Zertifikat „Center of Excellence“ für besondere Leistungen im Zusammenhang mit der Zelltransplantation bei Knorpeldefekten ausgezeichnet. Als einzige Klinik am Niederrhein ist die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie von der AOK Nordrhein-Hamburg für das Zweitmeinungsverfahren Gonarthrose und Coxarthrose sowie für Wirbelsäulenbehandlungen zugelassen.

Um einen Termin für die Sprechstunden zu vereinbaren, können Sie die Klinik telefonisch unter 02064 44 1510 erreichen oder eine Online-Terminanfrage über unsere Website senden. Patienten, die gesetzlich krankenversichert sind, benötigen eine Überweisung eines niedergelassenen Chirurgen oder Orthopäden zur Mit-bzw. Weiterbehandlung.

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