(Foto: Zilz)
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Niederkrüchten. Nachdem die Niederkrüchtener Verwaltung angekündigt hatte, das initiierende Bürgerbegehren zur Sanierung des Freibades für unzulässig zu halten, wurden im Dezember zwei weitere Bürgerbegehren gestartet. Diese beiden – „Freibad am Kamp – jetzt erst recht“ und „Hallenbad im Ortskern“ – richten sich gegen die beiden Gemeinderatsbeschlüsse zur Bäderfrage vom 09.11.2021 und wurden gestern der Verwaltung zur Prüfung übergeben.

„Dank einer großartigen Unterstützung durch Mitglieder des Fördervereins Niederkrüchtener Bäder e.V., Freibadfreunden und vieler Geschäfte im Ort ist es gelungen, in nur drei Wochen die notwendigen Unterschriften zu sammeln“, sagt Guido Buschhüter vom Freibad-Team. „Trotz des zeitweise schlechten Wetters“, fügt Klaus Robert Vosdellen vom Hallenbad-Team hinzu, „sind wir von Haustür zu Haustür gegangen und haben das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern gesucht.“

Für beide Bürgerbegehren waren erneut je 1129 Unterschriften notwendig. Es kamen jeweils über 1800 Unterschriften zusammen.

„Wir wurden häufig gefragt, wie oft man denn noch für das Freibad unterschreiben müsse, bis die Verwaltung es einsieht, dass die Bürger ihr Freibad wieder haben wollen. Akzeptieren Sie endlich die Bürgerbeteiligung als legitimes basis-demokratisches Mittel!“, fordert Dr. Schultheis als Teil beider Teams die Verwaltung und den Rat auf.

Um nun keine weitere Zeit zu verlieren, regen die Initiatoren bei der Verwaltung an, alle weiteren Schritte parallel vorzubereiten – die Auswertung der Unterschriften, eine Anfrage zur Stellungnahme beim Städte- und Gemeindebund, die Vorbereitung der Ratssitzung Ende März und ggfs. eine Sondersitzung des Rates einberufen. Ein gemeinsamer Termin der Bürgerentscheide mit der kommenden Landtagswahl im Mai 2022 würde Steuergelder einsparen.

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