Dennis Radtke MdEP in einer der Flüchtlingsunterkünfte direkt an der ungarischen Grenze (Foto: © Ruediger Schrader)
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Bochum/Leżajsk/Rhein-Ruhr. Dennis Radtke (CDU): „Dieses menschliche Leid geht mir unglaublich nahe!“

„Wenn man dieses unvorstellbare Leid der Menschen, der Frauen und Kinder hier im Erstaufnahmelager im Süden von Polen sieht, dann muss man einfach helfen.“ Der Bochumer Europaabgeordnete Dennis Radtke hat am Mittwoch dieser Woche eine Hilfslieferung nach Leżajsk begleitet und Lebensmittel, Kinderkleidung und Hygieneartikel im Wert von 200.000 Euro an den Bürgermeister der 14.000 Einwohner Gemeinde, Krzysztof Sobejko, übergeben. Begleitet wurde Radtke vom Unternehmer Clemens Tönnies, der sich wie Patrick Zahn, CEO von KIK Textilien, sofort an der Hilfsaktion für die Ukraine-Flüchtlinge beteiligte.

Dennis Radtke MdEP hilft beim Entladen des LKWs mit den Hilfsgütern (Foto: © Ruediger Schrader)

Gleich zu Beginn des Angriffs der russischen Armee auf die Ukraine hatte Dennis Radtke, Sozialexperte der Union und Bundesvize der CDA, nordrhein-westfälische Unternehmer angesprochen und sofort Unterstützung für seine Idee erhalten, Hilfsgüter für die Flüchtlinge nach Südpolen zu transportieren. „Wir müssen helfen“, argumentierte Radtke, „es muss konkret was auf den Weg gebracht werden. Das ist eine Flüchtlingskatastrophe gigantischen Ausmaßes wie wir sie in Europa nach Ende des zweiten Weltkrieges nicht erlebt haben. Ich freue mich sehr, dass die von mir angesprochenen Unternehmer sofort ihre Bereitschaft zur humanitären Hilfe erklärt haben und dringende benötigte Lebensmittel und Kleidungsstücke zur Verfügung stellten.“ Die von Tönnies gespendeten, lange haltbaren Wurstkonserven, wurden noch am gleichen Tag vom Lager in Polen in die Ukraine weitergeleitet. Bürgermeister Sobejko sagte: „Die Konserven kommen gerade richtig, die Menschen in der Ukraine haben ja nichts mehr zum Essen. Es gibt kaum noch Lebensmittel.“

Patrick Zahn sagt zur Beteiligung von Kik an dem Hilfstransport: „Der Krieg in der Ukraine und das Schicksal der mutigen Menschen dort bewegen uns sehr. Wie viele andere konnten wir uns nicht vorstellen, dass es zu einer solchen Eskalation im Herzen Europas kommen würde. Unsere Gedanken sind bei den Leidtragenden dieses furchtbaren Konflikts. Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, können weder von der Politik noch von der Wirtschaft alleine bewältigt werden. Wir brauchen jetzt Verantwortungspartnerschaften. Und in diesem Sinne beteiligen wir uns gerne auch an der von MdEP Dennis Radtke gestarteten Hilfsaktion für die Ukraine.“

v.l. Dennis Radtke MdEP, Unternehmer Clemens Tönnies und Thomas Dosch, Leiter der Abteilung Politik im Tönnies-Konzern (Foto: privat)

Clemens Tönnies begründet seine spontane Zusage, die Aktion von Dennis Radtke zu unterstützen: „Wir können den Menschen in Polen nur von Herzen für den Einsatz für die zehntausenden Flüchtlinge aus der Ukraine danken. Wir müssen uns aber auch unserer eigenen Verantwortung bewusst werden. Daher war es mir wichtig, vor Ort mit den Helferinnen und Helfern zu besprechen, wie wir aus Deutschland heraus weiter unterstützen können. Diese Hilfsaktion wird nicht unsere letzte gewesen sein.“

Dennis Radtke hatte über die internationale Caritas den Kontakt zur Gemeinde Leżajsk erhalten, wo die polnische Caritas in die Versorgung der Flüchtlinge eingebunden ist. Nachdem Tönnies und Radtke beim Entladen des Lkw mit den Hilfsgütern geholfen hatten, sprachen sie mit den polnischen freiwilligen Helfern im Erstaufnahmelager am Grenzübergang in Przemysl und mit ukrainischen Flüchtlingen. Den Bahnhof der Grenzstadt erreichen jeden Tag 24 Züge mit Frauen und Kindern aus der Ukraine. Radtke: „Ich habe großen Respekt vor den vielen ehrenamtlichen Helfern in Polen, die bis zur Erschöpfung hier rund um die Uhr die Flüchtlinge aufnehmen und betreuen. Ich habe in meinem Leben schon viel gesehen, aber dieses Leid ist unvorstellbar. Da müssen wir alle helfen.“ Clemens Tönnies äußert seinen großen Respekt vor den übermenschlichen Leistungen der vielen freiwilligen Helfern in Polen. „Alle versuchen das Beste aus dieser unglaublich furchtbaren Situation zu machen. Es zerreißt einem das Herz die vielen kleinen Kinder zu sehen, die ihre Väter und Opas im Krieg zurücklassen mussten.“

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