Symbolbild

Nettetal. Ende letzter Woche wurden Verantwortliche des Nettetaler Krankenhauses seitens der Polizei Viersen über die Anzeige einer Patientin mit dem Vorwurf der sexuellen Nötigung durch einen angestellten Arzt informiert. Dabei handelt es sich um einen Assistenzarzt, der weniger als ein Jahr im Nettetaler Krankenhaus tätig war. Der Arzt wurde seitens der Krankenhausleitung mit sofortiger Wirkung freigestellt und gilt nach Angaben der Polizei als dringend tatverdächtig.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht vollends auszuschließen, dass es mehr Opfer geben könnte, die durch den Tatverdächtigten geschädigt wurden. So bittet Geschäftsführer Jörg Schneider darum, dass etwaige Betroffene sich bei der Kriminalpolizei Dülken 02162 377-0 oder im Nettetaler Krankenhaus 02153 125 845 melden, um zur Aufklärung der Ermittlungen beizutragen.

„Wir sind natürlich geschockt über die Anschuldigungen und werden alles tun, um bestmöglich zur Aufklärung beizutragen“, so Schneider. „Es gab für uns keinerlei Anzeichen, die uns im Zuge des Einstellungsverfahrens hätten aufmerksam werden lassen, um von einer Anstellung im Mai 2021 Abstand zu nehmen.“ Grundsätzlich müsse von jedem Arbeitnehmer des Nettetaler Hauses ein polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt werden. Überdies verschaffe man sich selbstverständlich einen persönlichen Eindruck des potentiellen neuen Mitarbeiters. Beides schien im Falle des besagten Arztes unauffällig und tadellos. Vorliegende Arbeitszeugnisse ehemaliger Arbeitgeber ließen ebenfalls keinerlei Rückschlüsse zu. „Leider sind uns allen in der Beurteilung von Menschen Grenzen gesetzt und wir können stets nur nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden“, sagt Schneider.

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