Jana Willing steuerte wie auch Jule Samplonius sieben Tore zum 36-32 Erfolg gegen Solingen bei (Foto: privat)

Kamp-Lintfort. Mit einem überraschenden 36-32 Sieg im Rheinderby gegen den HSV Solingen, konnten die Handballerinnen des TuS Lintfort den Favoriten und Aufstiegskandidaten überraschen. „Das wir dieses Derby gegen eine so starke Mannschaft gewinnen, war nicht zu erwarten“, freute sich Lintforts Trainerin Bettina Grenz-Klein nach dem Spiel. Bis zum letzten Spieltag hatte der HSV erst zwei Spiele verloren und galt als heißer Aufstiegstipp. Nach der Heimniederlage gegen Göppingen setzte es nun ausgerechnet beim Niederrheinrivalen in Lintfort die vierte Saisonniederlage.

Dabei hatte die Gäste stark begonnen und bis zur 6-3 Führung gezeigt, warum das Team im Aufstiegsrennen mitmischt. „Erst nach dem Rückstand haben wir uns gefangen und konnten schnell ausgleichen. Und nach der ersten Führung beim 7-6 hat die Mannschaft auch wirklich an eine Chance geglaubt“, sah Grenz-Klein den Grundstock für den Erfolg schon Mitte der ersten Halbzeit gelegt. Im Angriff agierte Lintfort nun wie entfesselt und baute die Führung sogar auf 16-12 aus. Die Gäste verkürzten zur Pause aber noch auf 15-17 und die zahlreichen Zuschauer in der Sporthalle Eyller Straße konnten sich auf die zweite Halbzeit freuen.

Solingen kam stark aus der Pause und glich schnell zum 18-18 aus. „Danach gab es aber kein Halten mehr und meine Mannschaft hat überragend gespielt. Bis zehn Minuten vor dem Ende hatten wir einen unglaublichen 14-7 Lauf und haben dem Gegner klar die Grenzen aufgezeigt. Eine 32-25 Führung war der Lohn für die gute Leistung. Das ging nicht besser“, freute sich Bettina Grenz-Klein über ihre Mannschaft und den 36-32 Erfolg.

„Ich freue mich für die Mädels, die sich für eine starke Leistung belohnt haben. Derbysiege sind immer etwas besonderes, da ist die Freude natürlich noch mal größer“, fand Bettina Grenz-Klein, die nach dem Spiel wie versprochen mit der Mannschaft feiern musste. „Ich hatte für einen Sieg gegen Solingen zugestimmt, mit dem Team in Kevins Keller feiern zu gehen. Das habe ich dann auch eingelöst“, erklärte Grenz-Klein nachher.

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